ON1 Photo Raw 2017 Teil I

By | 11.April. 2017
Artikel aktualisiert am 11.10.2017

On1 ist eine Softwareschmiede, die in letzter Zeit vor allem durch kostenlose Version älterer Produkte aufgefallen ist.

ON1

Die Firma machte schon seit Ende des vorigen Jahres Werbung für den angeblich fortschrittlichsten RAW Editor, allerdings war der bis Ende Oktober nicht verfügbar, so dass ich mir damals den Vorgänger ON1 Photo 10.5 angesehen habe.

ON1 Photo Raw 2017 Teil IMittlerweile ist aber ON1 Photo RAW 2017 verfügbar, und zwar für Windows und Mac Systeme. Und natürlich ist eine 30-Tage Testversion verfügbar, damit man den RAW Editor einmal ausprobieren kann.

ON1 wirbt auch als kleiner Seitenhieb auf Adobe damit, dass man hier eben kein Abo benötigt und bietet ON1 Photo RAW für 119,– $ an. Allerdings gibt es auch ein Abo Modell mit einem Preis von 149,– €/Jahr, womit dann in den gleichen Preiskategorien landet wie Adobe. Bei Adobe ist dann allerdings auch Photoshop CC dabei, und ob ON1 mit der Kombination Lightroom/Photoshop CC konkurieren kann, müssen wir erst noch sehen.

Installation

ON1 Photo Raw 2017 Teil IDie Installation auf einem Windows 10 war absolut unproblematisch. Sind andere Editoren vorhanden, werden diese bei ON1 Photo RAW aufgenommen, bei mir waren das Photoshop CC, Lightroom und die Google Nik Collection.

Ebenfalls integriert in die Oberfläche werden Cloud-Dienste, wie DropBox, Google Drive und Microsoft One Drive. Es fehlt aber z.B. ownCloud bzw Nextcloud. Da aber all diese Cloud Dienste die Cloud Verzeichnisse transparent als lokales Verzeichnis innerhalb des Benutzerprofils abbilden, kann ich einen Mehrwert durch die Integration nicht erkennen.

Das Programm

Startet man ON1 Photo RAW 2017 ist das Erbe von ON1 Photo 10.5 nicht zu verkennen. Allerdings hat sich unter der Haube einiges getan, auch wenn die Oberfläche auf den ersten Blick sehr gleich aussieht.

ON1 Photo Raw 2017 Teil I

ON1 Photo RAW ist nun ein nicht destruktiver RAW Editor, und es im Gegensatz zu On1 Photo nicht mehr erforderlich eine Tiff Datei zu erzeugen. Außerdem gibt es keinen Importzwang und natürlich auch keinen Katalog.

Aber schauen wir uns einmal folgendes Video an:

Wie in dem Video zu sehen, gibt es teilweise noch Probleme mit der Vorschau im Browse-Modus und mit der Ausrichtung von Aufnahmen, die trotz entsprechender Korrektur und dem Schreiben der Sidecar-Dateien beim Wechsel in ein anderes Verzeichnis trotzdem wieder im Hochformat dargestellt werden.

Lightroom  ist ja nicht gerade dafür bekannt ein Renner zu sein, trotzdem habe ich einmal den Export einer Timelapse-Sequence mit 207 Aufnahmen sowohl in Lightroom als auch ON1 Photo RAW durchgeführt.  Lightroom benötigt hier für den Export nach JPEG 15:52 min, während ON1 Photo RAW dafür 31:13 min auf meinem Laptop benötigt. Damit ist aber der Vorteil als Katalog loses System de facto wieder dahin. Hinzu kommt noch, dass bei ON1 Photo RAW der Export im Vordergrund läuft, man also während des Exportvorganges mit dem Programm keine anderen Dinge erledigen kann.

ON1 Photo Raw 2017 Teil IDie Einbindung von Cloud Diensten kann ich ebenfalls nicht so ganz nachvollziehen, weil sich alle Cloud-Dienste sehr transparent als Verzeichnis im Profil des Benutzers einbinden. Auch fehlen mir die Alternative wie etwa OwnCloud oder NextCloud, lediglich die großen also DropBox, Google Drive und Microsoft One Drive werden eingebunden.

Das es keine Profile für die verschiedenen Objektive gibt oder das das Programm nur in Englisch verfügbar ist, sind weitere Punkte auf der Minus-Liste.

Im 2. Teil werden wir uns die Ebenen und die indexierten Ordner ansehen und dann ein Fazit ziehen.

ciao tuxoche

 

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