Lightroom Cloud Verwirrungen und erster Bug

By | 31.Oktober. 2017

Die Veröffentlichung von 2 Lightroom Versionen hat doch Verwirrungen gestiftet. Hier soll nun versucht werden, einige Klarstellungen zu erreichen.

Die Verwirrung

Es fing ja damit an, dass Adobe anläßlich der Adobe Max Conference gleich 2 Lightroom Versionen vorgestellt und gleichzeitig Umbenennungen hat. Jetzt gibt es Lightroom Classic, dass der bisher bekannten Desktop Version entspricht und Lightroom CC, das hinsichtlich seiner Fähigkeiten eher dem alten Lightroom Mobile entspricht, mit der Ausnahme, dass diese Programm nun auch für den Desktop verfügbar ist.

Hinzu kam, dass Adobe das Ende der von Lightroom 6 bzw. einer käuflichen Version ohne Abo-Modell angekündigt hat, was gerade hier in Deutschland auf viel Ablehnung gestossen ist.

Lightroom 6

Nach der Ankündigung von Adobe wird Lightroom 6 die letzte käuflich zu erwebende Lizenz ohne Abo-Modell sein. Ein Lightroom 7 wird es, wie auch von mir schon vermutet, nicht geben und auch die Unterstützung für evtl. Fehler oder aber für neue Kameras/Objektive endet am Ende diesen Jahres.

Wer also das Abo-Modell ablehnt und nicht vorhat in nächster Zeit eine neu erschienene Kamera zu erwerben, wich sicherlich mit Lightroom 6 eine ganze Weile gut leben können. Zur Zeit gibt es ja noch die Option bei nicht unterstützen Kameras die RAW Dateien zunächst nach DNG zu konvertieren und dann in Lightroom zu bearbeiten.

Die Abo Modelle

Einige von uns haben sicherlich das Fotografie Abo, dass für 11,89 €/Monat Lightroom (jetzt Classic) und Photoshop CC enthält. Dies bleibt weiterhin erhalten, der Cloud Speicher wurde aber auf 20GB erweitert.

Daneben gibt es noch ein reines Lightroom CC Abo zum gleichen Preis, dass aber dafür mit einem Cloud Speicher von 1TB aufwartet.

Man sollte aber bedenken, dass man bei ernsthafter Nutzung der Cloud Option, gerade auf mobilen Geräten, auch mobil über das entsprechende Datenvolumen verfügt und der Anbieter auch genügend Bandbreite zur Verfügung stellt. Hier ist Deutschland ja leider noch Entwicklungsland. Ob man allerdings wegen der (noch) eingeschränkten Bearbeitungsmöglichkeiten bei Lightroom CC ein solches Abo empfehlen kann, hängt von den persönlichen Anforderungen ab.

Das mobile Konzept

Vor kurzem hatte ich ja noch das mobile Konzept im Zusammenwirken von Lightroom Mobile und Lightroom Classic kritisiert. Hier hat sich aber mit den neuen Programmen einiges verbessert.

Dazu habe ich einmal je 2 RAW Dateien mit Lightroom CC auf dem Handy von meiner Kamera importiert, in Lightroom CC (Desktop) hochgeladen und in Lightroom Classic importiert.

Vom Handy aus bzw. Lightroom CC werden die Original RAW Dateien, bei mir 25MB .cr2, in die Cloud hochgeladen. Bearbeite ich aus Lightroom CC heraus  das Bild mit Photoshop CC wird anschließend auch die ca. 120 MB große Tiff Datei in der Cloud gespeichert.

Sowohl die RAW als auch die Tiff Dateien werden auf allen Geräten und auch in Lightroom Classic synchronisiert und dort auch in den Katalog aufgenommen. Man kann dann sogar die große Tiff Datei auf dem Smartphone bearbeiten. Bei Lightroom Classic liegen die heruntergeladenen Dateien dann in dem für Lightroom Mobile definierten Ordner.

Bei Lightroom Classic stehen natürlich alle Ausgabefunktionen zur Verfügung und ich kann bei der Verwendung von entsprechenden Plugins das Bild nach flickr oder z.B. in eine WordPress Gallerie hochladen.

Lightroom Classic für den Desktop erlaubt es, die RAW Datei aus der Cloud lokal zu speichern, zusätzlich kann ein JPEG in voller Auflösung abgelegt werden.  Bei der Version für Android kann nur die RAW Datei auf dem Gerät gespeichert werden, allerdings kann hier eine aus dem RAW erzeugte JPEG Datei geteilt mit einer für soziale Medien ausreichenden Größe von 2048px Kantenlänge (längste Seite)

Katalog migirieren

Lightroom CC für den Desktop bietet die Möglichkeit einen vorhandene Katalog von Lightroom Classic/CC2015.x/6.x zu migrieren, also Entwicklungseinstellungen und die Dateien in die Cloud zu übertragen.

Eine solche Migration ist aber nur für denjenigen sinnvoll, der vollständig auf Lightroom CC umsteigen möchte. Möchte man aber nur eine Auswahl von Bildern (manuell markiert oder als bestehende Sammlung innerhalb Lightroom Classic) in die Cloud aufnehmen, kann man zwar aus den markierten Bildern einen Export als Katalog vornehmen und diesen dann migrieren. Das hat aber den Nachteil, das die Bilder beim späteren Arbeiten in Lightroom Classic doppelt vorhanden sind, weil sie ja auch aus der Cloud synchronisiert werden.

Bugs

In Lightroom CC ist mir aufgefallen, dass ich es nicht schaffe Stichwörter zu einem Bild einzugeben, die dann aber beibehalten und synchronisiert werden.

Einen weiteren gibt es Lightroom Classic und zwar beim Hineinzoomen in größere Panoramen. Klickt man hier auf die 1:1 Vorschau erschint zunächst „Datei wird geladen“ obwohl sie eigentlich in meinem knapp 30GB großen Cache vorhanden sein sollte. Aber seht euch das einmal im Video an:

Es kommt nicht bei allen Panoramen oder größeren Dateien vor und ich habe auch schon versucht die GPU Unterstützung zu deaktivieren.

 

Fazit

Die Änderung verbessern die Situation bei der Cloud Nutzung, und insofern muss ich meine Kritik teilweise revidieren. Was mir allerdings noch fehlt, wäre eine Funktion, mit der ich ein oder mehrere Bilder aus der Cloud in den lokalen speicher überführen kann.

Sicherlich wäre es auch wünschenswert, wenn Adobe sich einmal überlegen würde, grundsätzlich auch die Nutzung anderer Cloud Dienste zuzulassen, auch wenn dann die intelligente automatische Verschlagwortung per Adobe Sense natürlich nicht mehr funktioniert.

Auch wenn Adobe selbst die Absicht erklärt, weiterhin Lightroom Classic zu entwickeln, gehe ich davon aus, nachdem man das über die Kaufversion auch schon einmal versprochen hatte, dass in vielleicht 5 Jahren es auch keine Classic Version mehr gibt.

ciao tuxoche

 

 

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