Aurora HDR 2019

By | 23.Oktober. 2018

Relativ genau ein Jahr nach der letzten Version hat Skylum vor wenigen Tagen Aurora HDR 2019 vorgestellt, das laut Skylum erhebliche Verbesserungen mit sich bringt.

Einleitung

Aurora HDR 2019Vor einem Jahr habe ich an dieser Stelle über Aurora HDR 2018 berichtet, dass seinerzeit erstmals auch für Windows verfügbar war. Damals machte diese Version noch einen unfertigen Eindruck, so z.B. wurde 16-Bit Tiff für den Export noch nicht unterstützt. Seitdem gab es Updates, die diese Probleme beseitigen und nun hat Skylum Aurora HDR 2019 vorgestellt. Das Programm ist für Windows und Mac verfügbar, und man bekommt eine Ausprobierversion, die allerdings nur 14 Tage gültig ist.  Für das Tool verlangt Skylum 99 € und 69 € für das Update von einer früheren Version.

Aber jetzt kommt die entscheidende Frage, ob ein Update einen Mehrwert bringt.

Ausgangssituation

Ich habe deshalb mehrere HDR Belichtungsreihen an Aurora HDR 2018 und auch 2019 übergeben. Normalerweise bearbeitete ich diese Reihen schon in Lightroom und übergebe an die HDR Tools 16-Bit Tiff Dateien. Dieses Mal habe ich aber ausprobiert, direkt RAW Dateien in Aurora HDR zu verwenden.

Aurora HDR 2019

Aber ich habe dazu auch einmal ein Video erstellt, dass die Ergebnisse darstellt:

Ergebnisse

Grundsätzlich ist die neue Quantum HDR Engine bei Aurora HDR 2019 schneller, das HDR Bild steht für eine Weiterverbeitung schneller zur Verfügung, allerdings meine Feststellungen zu Folge nur bei 16-Bit Tiff Dateien. Werden RAW Dateien direkt geladen dauert es ein gutes Stück länger, bis das Zusammenrechnen beendet ist. Aber hier einmal ein paar Vergleiche:

Aurora HDR 2019

Aurora 2018

Aurora HDR 2019

Aurora 2019

Hier ist entgegen dem allgemeinen Trend das Bild in Aurora HDR 2019 etwas dunkler. Aber jetzt einmal ein herbstliches Bild:

Aurora HDR 2019

Aurora 2018

Aurora HDR 2019

Aurora 2019

Hier ist jetzt das Aurora HDR 2019 etwas heller und vielleicht etwas weniger gesättigt.

Aurora HDR 2019

Aurora 2018

Aurora HDR 2019

Aurora 2019

Hier ist der Helligkeitsunterschied schon relativ groß, aber es ist nichts, was man nicht wieder nach eigenem Geschmack korrigieren könnte.

Beim Zusammensetzen der HDR Bilder, egal ob von RAW-Dateien oder auch aus 16-Bit Tiff Dateien sind die Unterschiede nicht so gewaltig.

Auch das der Regler HDR Enhance setzt einen eigenen Bereich hat, oder das Aurora HDR 2019 jetzt auch LUT’s unterstützt, empfinde ich jetzt nicht so weltbewegend. Hier bekommt so wie bei Lightroom den Eindruck, dass man im Jahresabstand für recht kleine Verbesserungen zu Kasse gebeten wird. Sicher die neue Engine ist schneller, aber das dürfte bei einer HDR Bearbeitung nicht den großen Unterschied ausmachen.

Deghosting

Kommen wir aber zu einem Problem, dass beim DeGhosting auftritt. DeGhosting wird eigentlich nur benötigt, um Geisterbilder von Menschen oder anderen, sich bewegenden Objekten zu vermeiden. Und hier haben beide Aurora Versionen teilweise erhebliche Probleme, wenn man sich das obige Bild einmal mit eingeschalteter DeGhosting Option anschaut:

Aurora HDR 2019

Aurora Deghost Highest

Jetzt war in diesem Beispiel kein Deghosting erforderlich, deshalb habe ich es anhand eines Beispiels noch einmal ausgetestet. und hier das Minimum eingestellt, um die Geisterbilder zu entfernen:

Aurora HDR 2019

Ich denke, dass selbst hier die Bildfehler erkennbar sind. Und das ist z.B. bei Photomatix 6.1 in der Form nicht vorhanden.

Fazit

Wer den Aurora HDR Workflow gewohnt ist, und kein Deghosting benötigt kann das Update riskieren. Allen anderen rate ich zu Photomatix oder für erste Versuche auch Lightroom oder SNS-HDR. Im übrigen kann man mit einem Prrogramm, dass Ebenen beherscht, auch Belichtungsüberlagerung ein Schritt sein. Ansonsten sind selbst die Neuerungen in Aurora HDR 2019 nicht so außergewöhnlich, dass man wirklich zwingend updaten müsste.

ciao tuxoche

 

One thought on “Aurora HDR 2019

  1. tzoumaz

    Ich habe hier u.a. Luminar 2018 1.3.0 und wenn ich mir Aurora anschaue, kann ich den Mehrwert noch nicht ganz nachvollziehen. Wenn es nur um HDR geht, ist der preisliche Unterschied nicht gerechtfertigt. Zumindest in der 2019 Aurora Version, die ich mal testweise installiert habe kann ich bei der Entwicklung eines RAW zu Luminar keine gravierenden Unterschiede feststellen außer das bei Aurora irgendwie alles ein wenig künstlicher wirkt. Für mich ist das kein MUST HAVE. Ich denke Skylum sollte lieber ihre Entwicklungskapazität auf Luminar konzentrieren sonst wird das noch eine Never Ending Story. Jetzt soll ja zunächst einmal im November eine Himmel-Verbesserung kommen, sozusagen als kleiner Vertröster für die DAM zu Weihnachten. Ich denke das wird nichts anderes als eine verbesserte Luminanzregelung für blau werden. Es ist aber weniger das Produkt an dem man meckern kann, sondern die Informationspolitik von Skylum. Deren Forum gibt ja auch nicht her.

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