Ein externer Monitor für Videoaufnahmen

By | 6.August. 2019

Möchte man mehr in das Thema Video einsteigen, dann kommt eine Zeit, in der man über einen externen Monitor für die Kamera nachdenkt.

Einleitung

Ein externer Monitor für VideoaufnahmenWährend in früheren Tagen die Qualitäten einer Kamera im Fotobereich gefragt waren, so sind es zunehmend auch die Videoeigenschaften. Videoaufnahmen waren eine der Gründe für mich, damals auch Lumix G81 umzusteigen.

Zwar werden die meisten Videoaufnahmen für meinen Youtube Kanal erstellt, aber auch so gewinnt Video an Bedeutung. Für eine Beurteilung von Schärfe und Belichtung sind aber die meisten Kameradisplays einfach zu klein. Es erleichtert zwar die Handhabung, wenn die Displays schwenkbar sind, so wie auch bei der Canon 6D MK II, aber die Größe ist entscheidend.

Und da kommt dann der Wunsch nach einem externen Monitor auf. Ich habe dazu einmal ein kleines Video aufgenommen:

Auswahl

Ein externer Monitor für VideoaufnahmenDa ich im Moment noch nicht abschätzen kann, wie tief ich in Video einsteige, sollte ein solcher Monitor erst einmal nicht zu teuer und nicht zu groß sein. Typische Vertreter sind hier die Monitor von Liliput und Feelworld in Größen zwischen 5 und 7 Zoll. Geworden ist es schließlich ein FeelWorld MA5, also ein 5 Zoll Monitor, der knapp 180,– € kostet. Man könnte ja auch ein Handy nehmen, wenn man denen beibringt ein externes HDMI Signal zu empfangen.

Geliefert wird der Monitor mit einer Tasche, 2 HDMI Kabeln (Mini und Mikro), einem Sonnenschutz und einem Winkel zur Befestigung auf den Zubehörschuh der Kamera. Die Qualität ist gut, auch wenn es reiner Kunststoff ist und ich ihn nicht fallen lassen möchte.

Oben befinden sich die Tasten für die Menusteuerung, sowie zwei Fn Tasten zur Belegung durch den Benutzer, rechts der HDMI Eingang und ein Ausgang sowie ein Eingang für Stromversorgung. Unter befindet sich ein Stromausgang, so dass man mit einer Dummy Batterie auch die Kamera mit Strom versorgen könnte. Des weiteren ist noch ein Audio Ausgang vorhanden.

Einrichtung/Betrieb

Betrieben werden kann der Monitor mit den im Videobereich sehr verbreiteten Sony NP-F Akkus oder auch wahlweise mit den Canon LP-E6 Akkus (kommt mir recht gelegen).

Ein externer Monitor für Videoaufnahmen

Ein externer Monitor für VideoaufnahmenDie beiden Fn-Tasten habe ich einmal mit Falschfarben und mit Fokuspeaking (oder wie es hier heisst Focus Assist) belegt. Beim Fokuspeaking ist leider keine Einstellung möglich, um hier auf s/w umzuschalten, so dass die einzige Farbe dann die Fokusfarbe ist.

In den Voreinstellungen steht die Helligkeit auf 50% und die reicht auch in helleren Umgebung, also z.B. mit eingeschalteten Godox SL60W aus.  Draußen im Sonnenschein soll die Sonnenblende helfen, aber selbstverständlich nicht, wenn diese direkt auf das Display strahlt.

Dinge, die weniger Gefallen

  • Der Monitor verfügt über kein Touch-Display und die Steuerung über die 4 Menueknöpfe ist insgesamt hackelig
  • Bei der 6D MK II wird das Kamera-Display ausgeschaltet, sobald die HDMI Verbindung aktiv ist. Damit ist ein Verschieben eines Fokuspunktes nicht mehr möglich
  • Der Betrieb kopfüber als Selfi-Monitor ist zwar möglich, aber dazu muss die Monitor Anzeige und auch Menuanzeige manuell im Menue umgestellt werden
  • Der Winkel des Monitors in der Halterung kann nur durch ein lösen der Schraube verstellt werden. Damit benötigt man hier aber im Regelfall 2 Hände
  • Bei ausgeschaltetem Monitor und eingesetztem Akku leuchtet immer noch die rote LED am Gehäuse, so dass man den Akku entfernen muss.

Fazit

Der Feelworld MA5 liefert dank der FullHD Auflösung ein gutes Bild und erfüllt seinen Zweck, auch wenn es sich um einen „Low-Budget“ Monitor handelt. Vielleicht sollte der Hersteller überlegen, den Monitor etwas teurer anzubieten, dafür aber die Negativpunkte zu ändern.

ciao tuxoche

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.