Ein kritischer Blick auf DJI Osmo Mobile 2 Teil I

By | 20.Juni. 2018

Der Smartphone Gimbal Osmo Mobile 2 von DJI ist ja zur Zeit in aller Munde und habe mir jetzt auch ein Exemplar bestellt, weil ich mittlerweile vieles im Bereich Foto/Video mit einem Smartphone erledige. Aber gestern kamen ja die Update zu Lightroom CC 😉

Bestellung und Lieferung

Ein kritischer Blick auf DJI Osmo Mobile 2 Teil I

Der Gimbal ist ja wirklich in aller Munde und mit einem Preis von 149,00 € sehr erschwinglich, vor allem wenn man die vielfältigen Möglichkeiten sieht, die der Gimbal laut der Webseite anbietet.  Der Gimbal wird aber offenbar weiterhin exclusiv nur über Apple und DJI selbst verkauft. Preissuchmaschinen listen ihn zwar, aber mit Lieferfristen, die teilweise weit über 4 Wochen hinausgehen.

Bei meiner Bestellung direkt bei DJI war eine Lieferung innerhalb einer Woche angekündigt. Bestellbestätigung und Versandmitteilung erfolgten DJI Europa, allerdings wurde das Packet mit meinem Gimbal per DHL Express direkt aus China geliefert. Ob das jetzt so sinnvoll ist, da habe ich meine Zweifel.

Gerät und Lieferumfang

Der Gimbal kommt in einer Kunststoffbox, die man durchaus auch als Aufbewahrungs- oder Transportbox benutzen kann. Neben einem passenden USB Kabel zum Aufladen des Akkus ist ansonsten kein Zubehör dabei.

Ein kritischer Blick auf DJI Osmo Mobile 2 Teil I

Ich mache jetzt kein Unboxing Video und empfinde auch das Material nicht als billig, wie es mancherorten zu lesen ist. Ich werde allerdings auch nicht das Gimbal aus 1 m Höhe fallen lassen, um die Stabilität zu testen. Das man hier wieder mit einem fest eingebautem Akku zu tun hat, ist zwar schade, aber mittlerweile nach anfänglichen Protesten auch bei Smartphones üblich. Dafür soll die Akkulaufzeit 15 Stunden betragen. Ich habe sie nicht gemessen, aber wenn man in der Praxis auf 10-12 Std. kommt, wäre dies ein guter Wert.

Mit einem USB Anschluss soll das Gerät auch als Powerbank dienen können. Das dürfte aber maximal unterstützend funktionieren, denn das Akku des Osmo 2 ist mit 2.600mAh angegeben und ein Galaxy S7 benötigt 3.000 mAh und das Huawei Mate 10 Pro sogar 4.000 mAh.

Neben diesem USB Port verfügt das Gerät lediglich über den Auslöser, einen Joystick und einen Modusknopf auf der Vorderseite.  Auf der linken Seite befindet sich der Zoom Knopf, den einige als überflüssig betrachten. Während die Benutzung des Digital Zooms tatsächlich etwas grenzwertig ist verfügen ja manche Oberklassen Smartphone auch über einen optischen Zoom, und hier kann die Funktion durchaus sinnvoll sein.

Ein kritischer Blick auf DJI Osmo Mobile 2 Teil I

Einrichtung

Mit der Einrichtung, also dem Ausbalancieren des Smartphones im Gimbal sollte man sich wirklich Mühe geben. Wie das geht ist in der Kurzanleitung beschrieben und DJI begründet das vor allem damit, dass bei genauer Austarierung der Akku länger hält, was sicherlich logisch ist. Allerdings habe ich schon festgestellt, dass bei ungenauer Ausbalancierung es bei Video Aufnahmen vorkommen kann, dass die Gimbal/Smartphone Kombination nicht genau in der Waage liegt und sich dies störend auf Ausnahmen auswirken kann, die gerade Linien aufweisen.

Ein kritischer Blick auf DJI Osmo Mobile 2 Teil I

Das Austarieren ist beim kleineren Samsung Galaxy S7 kein Problem und klappt wunderbar, obwohl es grundsätzlich wünschenswert wäre, wenn die Schiene für die Horizontale Anpassung etwas leichtgängiger wäre. Ist das Smartphone ausbalanciert, wird man allerdings evtl. feststellen, dass in den Videos/Fotos Teile des Gimbal zu sehen sind. Hierzu muss das Smartphone nach linke geschoben werden.

Ein kritischer Blick auf DJI Osmo Mobile 2 Teil I

Beim Huawei Mate 10 Pro ist die besagte Schiene allerdings so gerade ausreichend lang, um hier eine Balance herzustellen. Allerdings ist das Handy kopflastig (vermutlich der Akku), so dass ich vertikaler Richtung kaum eine ausreichende Balance herstellen kann.

Während bei einer korrekten Montage des Galaxy S7 sogar genügend Platz verbliebe, um die Powerbank Eigenschaft des Osmo Mobile zu nutzen, geht das beim wesentlich längeren Huawei Mate 10 Pro nicht. Hier kommt noch ein weiteres Problem auf den Nutzer zu, der Anschluss eines externen Mikrofons, dass für die verbesserte Audioqualität sicherlich zu empfehlen ist, ist bei dieser Montage nicht möglich.

Die App

Zur Steuerung des Gimbals muss die DJI Go App installiert werden. Sucht man danach, wird im Google Play Store als allererste die DJI GO 4 App angeboten, die natürlich nicht funktioniert. Die DJI Go App Version 3 ist unter dem offiziellem Namen „For Products before P4“ zu finden, und dient auch Steuerung der semi-professionellen Drohnen der Inspire Serie. Hier stellt sich natürlich sofort die Frage, warum DJI nicht eine eigenständige App erstellt, die nur die verschiedenen Gimbals der Osmo Serie ansteuern kann und nicht noch zusätzlich Drohnen. Und wenn man diese Frage schon verneint, dann wäre eine Integration in die DJI Go App 4 sicherlich sinnvoller, denn es dürfte unter den Gimbal Nutzern sicherlich eine Vielzahl geben, die auch eine Drohne wie z.B. die DJI Mavic Pro oder Air besitzen.

Startet man die App wird man vor dem Hintergrund, dass es letztlich darum geht, Fotos/Videos mit einem Smartphone aufzunehmen, mit einem Registrierungsbildschirm konfrontiert. Ohne eine Registerirung geht es nicht. Diese hatte DJI voriges Jahre bei den Drohnen eingeführt. An dieser Stelle muss jeder für sich entscheiden, ob man sich nur für die Nutzung eines Gimbals registrieren möchte. Das sich das mit den Vorschriften der DSGVO nicht deckt sei nur am Rande erwähnt.

Ein kritischer Blick auf DJI Osmo Mobile 2 Teil I

Hat man den Gimbal vorher über Bluetooth verbunden startet die App und wechselt in die Kamerafunktion.

Damit hätten wir das eigentliche Gerät und die Installation der App besprochen, im 2. Teil geht es um die verschiedenen Funktionen, die mit dieser Kombination möglich sind.

ciao tuxoche

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