Stacking per Schlitten oder per Software

By | 2.Juli. 2013
Artikel aktualisiert am 27.08.2013

Es gibt ja grundsätzlich 2 verschiedene Wege, Stacks aufzunehmen, einerseits per Makroschlitten und Bewegung der Kamera und andererseits per Software und Verstellung des Focuspunktes.

Bereits in meinem Artikel Stacking habe ich kurz die beiden Möglichkeiten, einen Stack aufzunehmen, aufgezeigt. Um es vorweg zu nehmen, ich arbeite lieber mit der Software Methode, weil die den Vorteil hat, das man Kamera/Objektiv nicht berühren muss und man sich so keine zusätzlichen Probleme durch kleine Verwackler bzw. Veränderungen des Bildausschnittes einhandelt.

Irgendwie kam aber mal die Frage auf, ob denn Unterschiede zwischen den 2 Methoden gibt. Von der Logik her wird man sagen müssen, das es keinen Unterschied macht, solange man die Schrittweite, egal ob Verstellung des Schlittens oder beim Focus, kleiner als den Schärfentiefebereich bei der gewählten Blende wählt.

Stacking

Hier eine 5D MK II mit einem Tamron 3,5/180mm und Novoflex Einstellschlitten auf einem Feisol 3442

Stacking

Ich habe deshalb mal einen Vergleich gemacht. Hier auf der nebenstehenden Aufnahme ist eine Echeveria Kaktee abgebildet. Das hier gezeigte Bild ist im Abbidlungsmasstab 1:1 aufgenommen. Die Kaktee schien mir geeignet, weil sie doch recht klein ist 😉 , aber vor allem weil bei dem Abbildungsmassstab von 1:1 die Schärfentiefe verdammt klein ist, trotz der gewählten Blende 8.

Ich habe dann mit DSLRMaster ca. 40 Aufnahmen gemacht, und dann knapp 40 Aufnahmen durch minimales Verstellen des Objektabstandes mit dem Schlitten. Hier diente mir DSLRMaster auf dem Dell Vostro 3350 lediglich als vergrößerter Monitor, um die Einstellung der nächsten Schärfeebene besser kontrollieren zu können.

Während in dem Bild mit der Kaktee unscharfe Bereiche „wolkiger“ werden sieht das bei einem technischen Objekt schon etwas anders. Ich habe deshalb auch testweise einen Stack von einem VGA-Adapter, auch im Maßstab 1:1, angefertigt.

Die Aufnahmen von dem VGA-Adapter wurden durch CombineZP bzw. Photoshop zu einem Stack zusammengefügt, Ergebnis keine Unterschiede zwischen der Aufnahme mit dem Makroschlitten und der mit der Software, deshalb verzichte ich auch darauf es hier zu zeigen.

Bei der Kakteenaufnahme ergaben sich ebenfalls keine Unterschiede zwischen den beiden Aufnahmeversionen, lediglich Unterschiede zwischen der Stackingsoftware Photoshop und CombineZP.

Stacking Vergleich

 

 

 

 

 

 

jeweils links Photoshop und rechts die Combine Version

Vergleich1

 

 

 

 

 

 

Vergleich2

 

 

 

 

 

Vergleich3

 

 

 

 

Man sieht hier, das CombineZP mit dem Makro All Stack etwas besser abschneidet als Photoshop, aber der Unterschied ist recht gering.

CombineZP reagiert nur sehr fehlerhaft, wenn man den Wert für benutzbares RAM hochsetzt. Ich dachte zuerst, von den 16 GB kann man ja der Stacking-Software wenigstens mal 2 oder 3 GB gönnen, aber diese Versuch endeten regelmäßig in Tiffs mit der Länge 1 KB ;-). Also die Einstellung für RAM am besten auf Default lassen.

Als Fazit kann man feststellen, das grundsätzlich kein Unterschied (außer der vielleicht höheren Verwacklungsgefahr oder Veränderung des Ausschnitts) zwischen der Schlitten- und der Software Methode bestehen. Die wesentlichen Unterschiede bestehen in der Software, jetzt bin ich am Rätseln, ob ich vielleicht doch mal z.B. Zerene Stacker versuchen soll.

Ich hoffe, das der Artikel gefallen hat, auch wenn zwischen den beiden Methoden kein Unterschied besteht. Wenn ihr mit anderer Stacking Software bessere Erfahrungen gemacht habt, dann hinterlasst doch bitte einen Kommentar.

ciao tuxoche

[tags]Macro-Schlitten,DSLRController,DSLRMaster[/tags]

 

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