Openmediavault und SnapRaid

Von | 6.April. 2021

Im Wochenrückblick hatte ich darüber berichtet, dass eine der Festplatten auf dem NAS Server dabei ist, das Zeitliche zu segnen.  Also bestand Handlungsbedarf.

Einleitung

Openmediavault und SnapRaidWie bereits beschrieben betreibe ich das NAs schon seit längerer Zeit mit OpenMediavault, da das NAS eigentlich nur Backup Zwecken dient und der Server nur noch per WOL hochgefahren wird.

Für das Sichern der Fotos wird ein RAID 5 Verbund aus mittlerweile 5 Festplatten genutzt, ansonsten wird eine SSD als Systemplatte für das Betriebssystem genutzt. RAID 5 bräuchte es eigentlich nicht, aber das war sozusagen historisch gewachsen.  Mittlerweile hatte ich das System dann auch um 2 weitere Platten ergänzt.

Nachdem eine Platte zumindest sehr nahe an einem Ausfall war, gab es Handlungsbedarf. RAID hat allerdings den Nachteil, dass Festplatten gleicher Größe genommen werden müssen oder aber bei größeren Festplatten deren Größe nicht genutzt werden kann.

Snapraid

Openmediavault und SnapRaidSnapRaid ist eine Alternative, denn schließlich erlaubt es diese System Festplatten beliebiger Größen zu mischen. Gleichzeitig werdne aber die Paritiy Informationen nicht direkt geschrieben, sondern unter SnapRaid ist dies ein gesonderter Prozess, der im Regelfall mit einem Cron Job angestossen wird.

Openmediavault und SnapRaidDafür können gelöschte Dateien zurückgeholt werden und das System eignet sich besonders für große Dateien, die vielleicht auch seltener geändert werden. Und dies ist ja bei einem Backup für Fotos und vor allem Videodateien der Fall.

Für OpenMediavault ist ein entsprechendes Plugin verfügbar, mit dem SnapRaid eingerichtet werden kann. Die Festplatten unterschiedlich Größe werden jeweils einzelen mit dem entsprechenden Dateisystem, in meinem Fall ext4 versehen, und können dann eingerichtet werden.

Hier wurden 5 Datenplatten und eine Parity Platte verwendet. Ab 5 Datenplatten sollen eigentlich 2 Parity Festplatten verwendet werden, allerdings sind meine Datenplatten alle jeweils 2 TB groß und die Parity ist eine 4 TB Platte.

MergerFS

Openmediavault und SnapRaidDie Festplatten in einem SnapRaid Verbund bleiben einzelnen ansprechbar. D.H. im Fall eines Falles könne die einzelnen Platten gelesen werden. Auch wird jeweils immer nur ein Festplatte beim Schreiben oder Lesen angesprochen, und nicht wie in einem RAID5 alle Festplatten.

Dies hätte aber zur folge, dass wir bei der Verwendung von Samba entsprechend viele Freigaben einrichten müßten und zudem die Dateien selbst auf die Platten verteilen müssten. Damit aber die Speicherung der Dateien nicht manuell vom Benutzer vorgenommen werden muss, richten wir zusätzlich MergerFS ein, ein Filesystem, dass alle SnapRaid Datenplatten zu einem Pool zusammen fasst. Wir nur eine Samba Freigabe und MergeFS speichert eine Datei auf die Platte, die den meisten freien Speicherplatz aufweist.

In dieser Kombination erreiche ich dann einen Speicherplatz mit fast 9 TB Größe, was dann sicherlich noch eine Weile reichen dürfte.

Probleme und Ergebnisse

Openmediavault und SnapRaidDa OpenMediaVault recht klein ist, habe ich mich entschieden, das System komplett neu aufzusetzen. Da ist auch recht schnell passiert. Natürlich muss man vorher die ISO Datei herunter laden und dann mit Balena Etcher einen USB Stick erstellen.

Dadurch, dass ein komplett neues System aufgesetzt wurde, wurde das ehemalige RAID als solches nicht erkannt. Allerdings hatte ich beim Versuch, die Festplatten zu löschen und ein neues Dateisystem aufzubringen, Fehlermeldung, wonach das entsprechende Gerät busy also belegt sei.

Ich habe deshalb einen USB Stick mit GParted gestartet und die ehemaligen RAID Festplatten außerhalb von OpenMediaVault neun partioniert und entsprechende Dateisysteme angelegt. Danach war auch die Zuordnung in OpenMediaVault kein Problem mehr.

Die Geschwindigkeit beim Schreiben auf den per MergerFS bereitgestellten Pool ist etwas langsamer, aber beim Lesen ergeben sich keine Einschränkungen.

Fazit

Mit gefällt das neue System und es stellt mehr Platz zur Verfügung als das alte System. Damit dürfte ich für die nächste Zeit auf der sicheren Seite sein. Und als Backup habe ich per USB Festplatten angeschlossen, die dann nochmals eine Kopie des OpenMediaVault Servers ziehen.

ciao tuxoche

 

 

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