Stacking oder wenn Photoshop versagt I

By | 3.März. 2016
Artikel aktualisiert am 11.10.2017

Wer diesen Blog regelmäßig liest, weiss dass ich gerne im Makro-Bereich stacke, um die ohnehin knappe Schärfentiefe zu erhöhen.

Einleitung

In dem Artikel Stacking per Schlitten oder per Software hatte ich schon dargestellt, dass ich  Fokus-Stacks gerne mit CombineZP oder Photoshop verrechne, umso den sehr geringen Schärfentiefebereich sozusagen auszudehnen. Massives Abblenden hilft hier auch nicht, weil dann die Beugungsunschärfe zuschlägt.

Ausgangslage

Wie in dem erwähnten Artikel bereits beschrieben, habe ich bis jetzt für solche Aufgaben CombineZP, Photoshop oder das Enfuse Plugin für Lightroom benutzt.

Hier einmal das erste Bild einer Stack-Sequenz aus insgesamt 15 Aufnahmen:

Stacking oder wenn Photoshop versagt I

Die Serie wurde unter denkbar ungünstigen Bedingungen aufgenommen, sehr dunkel und trotz des Berlebach Mini-Statives variieren die Bilder hinsichtlich des Bildausschnittes minimal. Und hier kann es vorkommen, dass Software wie das Enfuse-Plugin oder auch Photoshop nicht zu befriedigenden Ergebnissen kommen.

Hier kann man deutlich sehen, dass beide Software-Produkte mit diesem Stack nicht zurechtkommen und der zusammengerechnete Stack nicht brauchbar ist.

Der Spezialist

Hier kommt dann die Zeit der Spezialisten, in diesem Fall Zerene Stacker, einer Spezialsoftware, die allerdings auch ihren Preis hat ;-), die kleinste Version schlägt mit 89 USD zu Buche 😉 Zerene Stacker ist für Windows, Mac OS X und auch für Linux erhältlich.

Stacking oder wenn Photoshop versagt I

Man lädt zunächst alle Bilder des Stacks in das Projekt und in einer ersten Sequenz geht Zerene Stacker alle Bilder durch.

Stacking oder wenn Photoshop versagt I

In der 2. Runde geht Zerene Stacker alle Bilder durch und anhand der schwarzen Maskierung im rechten Bildteil kann man recht gut verfolgen, welche Teile in das spätere Bild übernommen werden.

Zerene Stacker unterscheidet grundsätzlich 2 Methoden, den Stack zusammenzurechnen, einmal die PMax und die DMap Methode, Bei problematischen Motiven, wie in diesem Beispiel, würde ich grundsätzlich beide Methoden berechnen lassen.

Hier einmal das Ergebnis der beiden Methoden:

In diesem Fall finde ich das Ergebnis mit der PMax-Methode als passend, aber wie gesagt, das hängt auch vom Motiv ab.

Ansonsten bietet Zerene Stacker auch umfangreiche Retusche-Möglichkeiten, um Hallos und andere Probleme im fertigen Stack-Bild zu lösen. Dabei können entweder einzelne Quellbilder oder das fertige Stack-Bild editiert werden.

2015-11-17-17.44.08 ZS DMapUnd natürlich beherrscht Zerene Stacker auch das Stacken von Landschaftsaufnahmen mühelos, ohne manuell in Photoshop Ebenenmasken zu erstellen.

Eine solche Spezialsoftware hat natürlich ihren Preis, der Einstieg mit der Personal Edition liegt bei 89USD zuzüglich der dann in Deutschland fälligen Mehrwertsteuer. Möchte man ein Lightroom Plugin, die Übertragung von Exif-Daten und andere Bequemlichkeiten benötigen eine Prosumer Edition, die mit 189USd nicht gerade billig ist und wer Profi ist, also z.B. einen Stackshot Makroschlitten hat der muss schon sehr tief in die Tasche greifen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Editionen sind hier zusammengefasst.

Fazit

Zerene Stacker ist hervorragend und kann auch solche Bildreihen zusammenrechnen, an denen sich Photoshop die Zähne ausbeist, allerdings hat dies auch seinen Preis. Die Personal Edition schlägt schon mt knapp 100,– € zu Buche und wie der Pano-Software lohnt sich das nur, wenn man relativ regelmäßig Stacks zusammen rechnen muss.

Im 2. Teil werden wir uns mit Helicon Focus beschäftigen, aber vielleicht habt ihr ja Erfahrungen mit Zerene-Stacker. Dann teilt sie mit den Lesern über die entsprechenden Kommentare.

ciao tuxoche

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.