Affinity Photo II

By | 6.Dezember. 2016
Artikel aktualisiert am 08.12.2016

Aufgrund der zur Zeit laufenden Beta Phase für die Windows Version hatte ich mir das Programm ja schon einmal angesehen. Mittlerweile wurde die Beta Version aktualisiert und es wurden auch Fragen gestellt, also Gelegenheit für Affinity Photo II 😉

 

Mit der aktualisierten Beta Version ist zumindest vom Eindruck keine Steigerung der Verarbeitungsgeschwindigkeit verbunden. Trotzdem möchte ich weitere Funktionen des Programmes kurz aufzeigen:

Update 08.12.2016

Serif hat gerade die die Windows Version offiziell freigegeben und gleichzeitig den Preis auf 39,99 € gesenkt.

a) Photoshop Plugins

Affinity Photo IIAffinity Photo kann Photoshop Plugins nutzen. Per Voreinstellung werden solche Plugins im Plugin Ordner von Photoshop gesucht, man kann aber auch weitere/andere Ordner einbinden.

Ich habe deshalb einmal den Ordner der Google Nik Collection eingegeben, die es ja schon seit geraumer Zeit kostenlos gibt. Während in der älteren Beta nur Analog Efex und Color Effex Pro aufrufbar waren, sind in der aktualisierten Version alle Programme aufrufbar, und funktionieren auch soweit.

Nur bei den Ergebnissen besteht ein kleiner Unterschied. Bei Photoshop CC erzeugt das Filter eine  neue Ebene mit den Ergebnisse des Filters, während in Affinity Photo das Ergebnis des Filters auf die aktive Ebene angewandt wird.

b) Bewegungsunschärfe

Wie das große Vorbild Photoshop CC besitzt auch Affinity Photo einen Filter, um in einem Bild oder Teilen hiervon Bewegungsunschärfe zu erzeugen.  Bedienung und Funktionsweise sind praktisch gleich, das Filter kann mit einer Auswahlmaske auf bestimmte Teil, z.B. den bewölkten Himmel begrenzt werden und man kann mit dem Winkel die Richtung der Bewegungsunschärfe bestimmen.

Affinity Photo II

Das Ergebnis eines solchen Filters könnte dann wie dieses Bild hier aussehen:

Affinity Photo II

c) Tilt/Shift Effekt

Auch ein solches Filter kann Affinity Photo aufweisen und auch hier wird genau wie in Photoshop das Bild in 3 Bereiche aufgeteilt, scharfes Zentrum, 2 Bereiche die dann je nach Stärke des Filters unschärfer werden und 2 Bereiche, die dann komplett unscharf sind.

Affinity Photo II

Der resultierende Effekte ist absolut gleichwertig zu Photoshop CC:

Affinity Photo II

d) Fokusstacks

Affinity Photo IIGrundsätzlich bin ich hier ein Anhänger spezialisierter Programme wie Zerene Stacker oder Helicon Focus, aber Affinity Photo bietet genau wie das Vorbild Photoshop CC eine solche Funktionen an. Damit auch hier ein Vergleich ermöglicht wird, habe ich der Einfachheit halber den gleichen Stack bestehend aus 15 Einzelaufnahmen genutzt.

Die Bilder müssen hier natürlich erst eingelesen werden. Danach erfolgt ein Ausrichten der Einzelbilder und dann das Zusammenrechnen der Bilder.

Manche Programme so auch Photoshop CC haben dann manchmal Probleme die einzelnen Schärfeebenen zu erkennen und dann misslingt ein solcher Stack, wie im Beispiel gezeigt. Wenn sich die Funktion bei Affinity Photo sicherlich nicht mit den spezialisierten Programmen messen kann (und die dann für sich schon wesentlich teurer sind als Affinity Photo), so war ich von dem Ergebnis doch einigermaßen überrascht:

Affinity Photo II

Ich würde das Ergebnis in jedem Fall brauchbar bis gelungen bezeichnen, vor allem wenn man bedenkt, dass sich an diesem Motiv Photoshop CC die Zähne ausgebissen hat 😉

Im Gegensatz zum Vorbild Photoshop CC werden allerdings die Einzelbilder nicht als Ebenen mit entsprechenden Masken erstellt, vielmehr erstellt Affinity Photo das Resultat nur in einer Ebene dar. Damit ist leider die Chance vertan, durch manuelles Nachbearbeiten der Masken zu einem besseren Ergebnis zu kommen.

Fazit

Wenn ich, wie bereits im ersten Teil erläutert, einmal auch für die Windows Version als Preis von 49,– € unterstelle, dann bekommt man sehr viel Funktionalität für sein Geld, und damit ist Affinity Photo sicherlich eine überlegenswerte Alternative. Mag sein, dass Photoshop CC noch mehr Funktionen bietet, aber wer nutzt die denn wirklich alle?

Einzig die fehlende Geschwindigkeit ist noch ein Manko, und hier muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er hier angesichts des wirklich niedrigen Preises kompromissbereit ist. Trotzdem wäre es schön, wenn der Hersteller hieran arbeiten würde, anstatt vielleicht wie bei Lightroom immer neue Funktionen zu präsentieren.

Hinsichtlich der fehlenden Smartobjects muss ich mich korrigieren. Ich kann zwar jetzt nicht sagen, ob die Funktion mit den Smartobjects identisch ist, aber (fast) alle Filter gibt es auch als sog. Live-Ebenen, die es erlauben auch noch nachträglich z.B. den Bewegungsunschärfe-Effekt zu ändern.

Wer mit etwas geringerer Verarbeitungsgeschwindigkeit leben kann, für den ist Affinity Photo mehr als einen Blick wert. Wie dnekt ihr darüber, oder nutzt ihr Affinity-Photo bereits auf einem Mac?

ciao tuxoche

 

 

 

 

2 thoughts on “Affinity Photo II

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