Quo vadis Luminar NEO

Von | 22.Februar. 2022

In der vorletzten Woche hatte ich einen Beitrag mit Video zur Bildbearbeitung mit Luminar NEO Early Access veröffentlicht. Es ging um Landschaftsfotografie die auch mit dem Early Access Version zu bewerkstelligen war. Einen Tag später wurde Luminar 1.0.0. veröffentlicht.

Einleitung

Quo vadis Luminar NEOEin solches Verfahren ist umso ärgerlicher, wenn man selbst als sog. Affiliate nicht veröffentlichen darf, alle anderen jedoch munter ihre ersten Erfahrungen mit der Luminar 1.0.0. Version teilen konnten.  Scheinbar gab es aber zumindest unter Windows Startprobleme, denn kurz danach wurde eine weitere Version 1.0.0 veröffentlicht, und zwar die Built Nummer 9199.

Gut kann sicherlich mal passieren und für MacOS hat es wohl kein Update in dieser Form gegeben. Aber sowohl jetzt in der finalen Version als auch bei Early Access Version waren die Gemeinsamkeiten zu Luminar AI einfach zu augenfällig.

Und da fragt man sich unwillkürlich, wo sind die Unterschiede zwischen den beiden, und welche große Vorteile hat nun Luminar NEO.

Und hierzu habe ich ein Video aufgenommen:

Die Katalog- und Einzelansicht

Beide Programme legen ihren eigenen Katalog an und speichern dort die minmalen Exif Daten und auch die Bearbeitungen, soweit ich das beurteilen kann. Es soll aber daran gearbeitet werden, dass man von einem Luminar AI Katalog nach LuminarNEO migrieren kann. Quo vadis Luminar NEO

In dem Screenshot zeige ich einen Katalog bzw. dessen Ansicht in Luminar AI. Der von Luminar NEO unterscheidet sich nur marginal, außer dass die Bilder den gleichen Platz einnehmen. Bei Luminar NEO wird ein relativ dunkles Bild im Hintergrund über die gesamte Fläche gelegt, wenn man sich im Einzelbildmodus befindet. Letzteres kann bei Bildern mit helleren Partien, Wolken pp. schon manchmal störend sein und sollte zumindest abschaltbar sein. Quo vadis Luminar NEO

Beide Programme habe aber sozusagen den gleichen Fehler übernommen, und zwar die erheblichen Farbdifferenzen in der Katalog- und der Einzelbildansicht.

Wo sich dann im konkreten einzelne Elemente, z.B. die Exif Daten befinden ist zunächst einmal zweitrangig, wobei ich davon ausgehe, dass sich der Benutzer dass selbst festlegen kann, in einer späteren Version.

Presets

Das beide Programme mit Presets umgehen könne, war eigentlich zu erwarten, aber wier fragt man sich nach dem großen Unterschied zwischen den beiden.

Quo vadis Luminar NEO

Die findet man dann im wesentlichen auch in Luminar NEO:

Quo vadis Luminar NEO

Entwicklung

Die Entwicklung ist in beiden Programmen  nur anders aufgeteilt, aber die Basis Dinge finden sich sowohl in Luminar AI als auch in NEO

Quo vadis Luminar NEO

Ja sicher, ich finde in Luminar AI auch kein „Nachbelichten“ einer Szene, aber die Einträge sind fast gleich in der Anzahl und in den Funktionen.

Ebenen

Neu hinzugekommen gegenüber der Early Access Version sind nun auch Ebenen. Diese dienen jedoch in erster Linie dazu, Overlays in eine Ebene zu laden, um dort das Bild mit Efffekten zu versehen:

Quo vadis Luminar NEO

Es sind schon einige Overlays vorhanden, man kann natürlich weitere erwerben. Ich gehe davon aus, dass diese Art der Ebenen auch dazu dienen wird, das Einfügen von Objekten, wie man es von Luminar AI kannte zu ersetzen.  Allerdings ist es kir nicht gelungen, eine neue Ebene aus dem geladen RAW zu erzeugen. Und letzteres finde ich sehr schade.

Luminar Share

Quo vadis Luminar NEODie App liegt jetzt in der Version 1.1.7 vor. Die Fotoansicht präsentiert sich jetzt aufgeräumter und man kann endlich auch Fotos löschen, was ja beim letzten Mal noch fehlte. Trotzdem wäre eine App das letzte was ich im Zusammenhang mit Luminar NEO vermisst hätte, vor allem, da sie nur dazu dient, Fotos vom Smartphone auf soziale Medien zu teilen. Und wie so viele Apps lässt sie sich nicht auf einem Tablet benutzen, da auch hier Hochformat angezeigt wird.

Und hier kommt auch der Schwachpunkt dieser Lösung zum tragen, denn die übertragenen Fotos befinden sich natürlich nur auf einem Gerät. Hier fehlt eine Cloud Lösung, um Fotos auf mobile Geräte zu übertragen.

Die neue Option, Luminar NEO sozusagen auf dem Smartphone zu spiegeln, mag zwar nett sein, ist jedoch kaum von Nutzen.

Fazit

Luminar NEO ist genau wie Luminar AI ein Program, dass mit sehr wenigen Arbeitsschritten zu recht guten oder sehr guten Ergebnissen führen kann. Teilweise sind aber auch immer noch die alten Bugs vorhanden. Und das jetzt in Luminar NEO wieder das Histogram fehlt ist schon mehr als verwunderlich. Da auch viele Exif Daten fehlen und Katalogfunktionen so gut wie nicht vorhanden sind, bleibt es bei meiner Empfehlung als Plugin für Lightroom Classic oder Photoshop CC.

Da aber Skylum mittlerweile für Luminar NEO ein Abo Modell anbietet, bleibt die Hoffnung, dass man sich dann hier bemüht ein Programm einmal fertig zu entwickeln und neue Funktionen zu implementieren.

ciao tuxoche

3 Gedanken zu „Quo vadis Luminar NEO

  1. Michael Hentsch

    ich sehe auch, dass immer wieder das gleiche Spiel läuft, eine neue Bildbearbeitung wird von Skylum protegiert und Sensationelles versprochen – mächtig die Werbetrommel gerührt und dann kommt sowas wie Neo – statt ein sauberes Release zu veröffentlichen wird irgend eine Beta mit Version 1.0 gestempelt – eine Mistfirma – total unsauberes Vorgehen – der Kern von Neo sind ein paar Features die AI hätten erweitern wollen – für 40€ habe ich das Spiel nochmal mitgespielt – aber irgendwann reichts mir sicher mit denen und das geht sicher nicht nur mir so.

  2. tzoumaz

    Du hast schon recht, wer Luminar AI hat, kann dabei bleiben. Man muß aber auch bedenken das man Luminar NEO als Vorbesteller für 44 € bekommen hat mit excellenten AI Funktionen. Hobbfotografen machen da mit 3 Klicks aus einem miesen ein gutes Bild. Und für diese Personen ist Neo ideal. Das Problem mit Skylum ist nur, das sie immer erst halbfertige Produkte ausliefern. Immer Sommer werden dann alle fehlenden Funktionen implementiert sein und im September kündigen sie dann PLUTO an mit wieder nicht kompatiblen Bibliotheksteil. Diese Strategie geht auf Dauer schief. Trotzdem behaupte ich: Insgesammt stimmt Preis/Leistung hier im Gegensatz zu Adobe und auch C1. Besonders Capture One ist jetzt durch den Wegfall der Sony/Fuji Versionen nochmal erheblich teurer geworden.

    1. Peter Beitragsautor

      Volle Übereinstimmung bis auf die Behauptung, dass der Preis im Vergleich zu Adobe und C1 angemessen sei. Selbst wenn ich den offiziellen Preis des Fotografen Abos nehme und dann vergleiche, was die Kombi Lightroom/Photoshop kann, dann stimmt für mich der Preis von Luminar NEO nicht so ganz. Aber als Plugin Programm und für gewisse Effekte ist es ok.

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