Lightroom Bildbearbeitung ohne Import

Von | 28.September. 2021

Es hält sich das Urteil, oder soll man schon von einem Vorurteil sprechen, dass man bei Lightroom Classic die Bilder erst importieren muss, bevor man sie bearbeiten kann.

Einleitung

Lightroom Benachteiligung durch den Zwang zum Import von FotosLightroom Classic kämpft mit dem Umstand, dass man die Bilder (RAW oder JPEG) erst importieren muss, bevor man auch nur ein Bild bearbeiten kann. Und hier kommen dann andere Softwarehersteller mit der Aussage um die Ecke, dass mit ihrem Produkt auch einzelne Bilder bearbeitet werden können, ohne Sie zu importieren.

Schon beim Review zu ON1 Photo RAW 2021.5 habe ich gezweifelt, ob denn der Unterschied wirklich so entscheidend ist.

Ich habe dazu mal ein kleines Video aufgenommen:

Einzelbildbearbeitung

Lightroom Benachteiligung durch den Zwang zum Import von FotosViele  Bildbearbeitungstools, wie etwa Luminar AI oder das schon erwähnte Tool von ON1 importieren die Bilder zunächst, da hier ein Katalog verwaltet wird.

Aber schon der Begriff „Import“ ist ein wenig irreführend, das hier der Eindruck entsteht, dass die Bilder in den Katalog eingelesen werden.

Vielmehr werden aber lediglich die Exif Daten und auch die Bearbeitungsschritte in dieser lokalen Datenbank gespeichert. Das führt dazu, dass auch Tools wie Luminar AI ein Bild für die Einzelbildbearbeitung temporär in den Katalog einlesen.

Aber entsteht jetzt wirklich ein Nachteil, auch ein einzelnes Bild in den Lightroom Katalog einzulesen und zu bearbeiten, wenn ich es nicht mit Photoshop bearbeiten möchte?

Importieren dauer lange

Lightroom Benachteiligung durch den Zwang zum Import von FotosIn der Diskussion hört man oft das Argument, dass der Import der Bilder bei Lightroom lange Zeit benötigt.  Der Zeitbedarf bei Lightroom hängt aber von einigen Faktoren ab, die fast vollständig entfallen, wenn man nur 1 Bild bearbeiten möchte.

Da man im Import-Dialog die zu importierenden Fotos direkt sichern kann, dort schon Metadaten und auch Entwicklungspresets anwenden kann, sollte man diese Einstellung einmal weglassen.

Lightroom Benachteiligung durch den Zwang zum Import von FotosDann bleibt als Zeitfaktor nur die Erstellung der Vorschaudateien zu optimieren. Hier ist seit längerem die Größe „Auto“ verfügbar, die sich an der Größe des Monitor orientiert.  Ich kann hier in den Katalogeinstellungen diese Größe grundsätzlich reduzieren.  Ich würde allerdings empfehlen, eine solche Reduktion der Größe falls erforderlich im Import-Dialog vorzunehmen.

Hier kann man unter „Dateiverwaltung“ die Erzeugung von Filialdateien ausschalten und nur die eingebetteten Dateien der RAW Dateien nehmen. Da ist z.B. auch eine Methode wie es Photomechanic erreicht, so schnell Ergebnisse zu präsentieren.

Die Größe der eingebetteten JPEG’s in den RAW Dateien ist dann allerdings vom Kamerahersteller abhängig. Canon verwendet z.B. JPEG in voller Auflösung, bei Lumix ist die Auflösung geringer.

Zeitersparnis und große Vorschaudateien

Entscheidet man sich für den Schritt, bei einem bestimmten Import auf die Erzeugung von Vorschaudateien kann man Zeit einsparen. Bei 200 RAW Dateien macht das den Unterschied von 3:09 Minuten mit regulären Vorschaudateien und 52 Sekunden bei den eingebetteten Dateien aus.

Lightroom Benachteiligung durch den Zwang zum Import von Fotos

Man kann bei Bedarf auch wieder reguläre Vorschaudateien erzeugen lassen, so dass man keinen Nachteil erleidet. Zusätzlich gibt es Einstellung in den Voreinstellungen mit der man die vorschauen erstellen lassen kann, wenn das System unbeschäftigt ist.

Fazit

Auch wenn es in Lightroom keinen besonderen Menupunkt dafür gibt, aber man kann in Lightroom auch ein einzelnes Bild schnell importieren, um es zu bearbeiten. Man kann das Bild ohne es zu kopieren zum Katalog hinzufügen, ohne Entwicklungspresets und man verzichte auf die große Vorschaudatei. Das kann man sich auch als Import-Preset für solche Gelegenheiten abspeichern.

ciao tuxoche

 

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