Lumix G9 nach einem Jahr

Von | 16.Februar. 2021

Relativ exakt vor einem Jahr habe ich eine Cash Back Aktion genutzt und habe die bis dahin verwendete Lumix G81 durch die Lumix G9 ersetzt. Hier einmal mal meine Langzeiterfahrungen.

Einleitung

Lumix G9 nach einem JahrDie Lumix G9 hab es damals zu einem unschlagbaren Preis und da konnte ich nicht widerstehen. Im Fotobereich hat sie die Lumix G81 ersetzt, die aber immer noch gerne als Zweitkamera bzw. auch für meine Youtube Videos benutze.

An Ausstattungsmerkmalen lässt die Lumix G9 kaum Wünsche offen, und auch für den Videobereich hat sich dem Firmware-Update einiges getan.

Für mich war und ist die Lumix G9 eine optimale Hybrid-Kamera, die sowohl den Foto- als auch den Videobereich sehr gut abdeckt.

Abschied vom Vollformat

Lumix G9 nach einem JahrEine Lumix Kamera mit dem mFT Sensor hatte ich ja schon länger. Angefangen hat es mit der Lumix G6 und dann kam die Lumix G81 Und zum ersten Mal habe ich im September 2018 darüber geschrieben, ob nicht eine mFT Kamera ausreichend ist.

Ich habe teilweise beide Ausrüstungen auf Touren oder im Urlaub mitgenommen und auch bei Landschaftsaufnahmen mehr und mehr festgestellt, dass der Unterschied zwischen einer Canon 6D MK II und einer Lumix G81 nicht so furchtbar groß ist.

Da liegt natürlich auch ein wenig daran, dass ich schon mit der Lumix G6 angefangen habe, den Objektivpark zu erweitern. Aber die Lumix G9 hat dann die Umstellung eingeleitet.

Die Ergebnisse

Da ich vorwiegend Landschafts-,Architektur und auch Makrofotografie betreibe, haben mich die Ergebnisse der Lumix G9 immer überzeugt. Auch wenn die Lumix G9 nicht zu kleinen mFT Kameras gehört, isLumix G9 nach einem Jahrt die Gewichtsersparnis für eine komplette Ausrüstung im Vergleich zu Vollformat dennoch enorm.

Und auch Vergleichsaufnahmen mit Vollformat haben daran nicht rütteln können. Detailreichtum der Aufnahmen ist überzeugend und mittlerweile gibt es auch erste Ausbelichtungen auf 50x70cm und auch das ist kein Problem.

Von daher bereue ich den Wechsel weg vom Vollformat überhaupt nicht. Und selbst die wenigen Fälle, bei denen ich z.B. hohe ISO Einstellungen verwenden muss, hilft Denoise AI weiter oder DxO Photolab.

Gibt es negative Erfahrungen?

Lumix G9 nach einem JahrDie Kamera kann in hohem Masse seinen eigenen Bedürfnissen angepasst werden, entweder durch ein eigenes Menu oder dass z.B. bestimmte Einstellungen auf die Funktionstasten C1-C3 gespeichert werden.

Auch die Ausstattung mit Funktionen an sich, wie Intervalltimer, Fokus-Bracketing, hohe Serienbildgeschwindigeit, 2 Kartenfächer und noch mehr lassen kaum Wünsche offen.

Aber es gibt auch ein paar Anregungen/Kritikpunkte:

  • Der Auslöser ist tatsächlich viel zu empfindlich und hier den Punkt, wo der Auslöser halb gedrückt nur fokussieren soll ist schwer zu finden.
  • Das Geotagging von Fotos funktioniert bei der Lumix G9 nur direkt mit einem Smartphone, hier wäre eine Batchverarbeitung wie bei der Lumix G81 sinnvoller
  • Der Bildstil für JPEG Aufnahmen kann nicht getrennt werden für JPEG und Videoaufnahmen
  • Die Panasonic Image App zeigt den Audiopegel nicht an, geschweige dass man ihn anpassen könnte.

Fazit

Lumix G9 nach einem JahrNach einem Jahr bereue ich den Schritt auf die Lumix G9 umgestellt zu haben nicht. Ich bereue es auch nicht, Vollformat aufgegeben zu haben. Ich bin jetzt mit dem Lumix oder dem mFT System sehr komplett ausgerüstet und kann damit meine Anforderungen sowohl an Video als auch Foto erfüllen. Sicher ist die Lumix G9 nicht die kleinste Kamera, dafür liegt sie aber gut in der Hand und bietet zahlreiche nützliche Funktionen, die ich nicht missen möchte.

Und auch wenn  die Lumix G9 nicht gerade klein ist, so zählt doch die Gewichtsersparnis einer vollständigen Ausrüstung mit mehreren Objektiven. Und für meine Fotomotive reicht mFT vollkommen aus.

Wie denkt ihr darüber? Schreibt es doch in die Kommentare.

ciao tuxoche

 

5 Gedanken zu „Lumix G9 nach einem Jahr

  1. Olaf

    Bei den Bodies ist die Größeneinsparung mE bei Panasonic nicht so deutlich.
    Habe die GX9, die in der Größe mE fast identisch mit der GX80 ist. Eine Sony A600 ist auch nciht größer und die neue A7c nur etwas dicker und ist dann „vollformat“…
    Von daher frage ich mich schon, ob ich nicht besser APS-C genommen hätte, als Kompromiss konkret Sony oder Fuji…

  2. Mance

    Ich hab‘ sie ja erst seit kurzem und da bisher und immer noch die DC-LX100 II bei mir in Gebrauch ist, hatte ich kein Problem mit der Einarbeitung was die Menuebedienung anbelangt. Die ist ja zu 99% identisch in Allem (auch die Sensorgröße), nur daß sie ein fest eingebautes Objektiv statt Wechselobjektive hat. Das war auch der Grund warum ich mir jetzt noch die G9 zugelegt habe. Die LX 100 hat den Vorteil, daß sie von der Größe her noch leicht in der Wanderjackentasche mitgeführt, und betrieben werden kann wie in alten Analogzeiten (kein Modusrad). Aber im Tele- und Nahbereich schwächelt sie.
    Deshalb freue ich mich jetzt auf die G9 mit den erweiterten Möglichkeiten. Was mir aber auch sofort nicht gefallen hat ist der viel zu empfindliche Auslöser. Da wird am Anfang so manches ungewollte Bildchen im Speicher landen bis ich mich daran gewöhnt habe.
    Was ich i. M. auch problematisch finde ist der sauhohe Preis für einen Zweit bzw. Drittakku. Und so wie ich das sehe ist der auch garnicht so einfach zu bekommen. Den rel. billigen Angeboten bei Amazon traue ich nicht. Das einzig vertrauenswürdige Angebot habe ich bei ConradElectronic gefunden und dort auch einen bestell; hat aber 3 W. Lieferzeit.

    1. Mance

      Heute durfte die G9 das erste Mal an die frische Luft. Gleich mal getestet ob es möglich ist ohne Rucksack oder Koffer auszukommen. Ging problemlos; das Gehäuse ohne Objektiv in die eine Jackentasche das 12-60er in die andere. Ich war wirklich im Gelände unterwegs und hat mich in keiner Weise behindert. Super, fast schon eine immer dabei Kamera 😉

      1. Peter Beitragsautor

        Immer dabei Kamera ist sicherlich eine Frage der Definition, aber freut mich, wenn du das bezogen auf die Lumix G9 so siehst

    2. Mance

      Heute bin ich mit dem 100-400er Telezoom losgezogen um mal anzutesten was möglich ist. Die Ausgangslage mit 50mm Brennweite (kb), der Kirchturm in der Bildmitte dürfte ca. 1/2 km entfernt sein.

      https://share-your-photo.com/img/3275295776.jpg

      Dann der max. Extremfall mit voll ausgefahrenem Tele, Extrazoom x2 und Digitalzoom x4, also 6.400er Tele (kb).

      https://share-your-photo.com/img/58fb75e5a2.jpg

      Nur Einbeinstativ zur Unterstützung, da kann man glaub‘ ich nicht meckern 🙂

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