Der Wechsel zu mFT

Von | 9.Juni. 2020
Artikel aktualisiert am 31.07.2020

Ich habe ja hier im Blog schon des öfteren über meine mFT Erfahrungen berichtet, hatte aber immer noch eine Canon Vollformat Ausrüstung. Jetzt habe ich Ernst gemacht die Canon Ausrüstung verkauft.

Der digitale Werdegang

Der Wechsel zu mFTAngefangen habe ich damals mit einer Canon 400D und bin dann über die 40D letztlich zu Canon 5D MK II gekommen, die mich fast 10 Jahre begleitet hat. Zum Schluss habe ich Ende 2018 dem Vollformat noch eine Chance gegeben und bin auf die Canon 6D MK II umgestiegen.

Ende 2014 bin ich aber mit der Lumix G6 in das mFT System eingestiegen und habe es langsam ausgebaut. Neben dem geringerem Gewicht war für mich auch das Thema Video wichtig, und da bot Canon einfach zu wenig.

Die Qualitätsansprüche

Der Wechsel zu mFTBeide Systeme gleichzeitig zu benutzen habe ich zwar als lästig empfunden, war aber (noch) nicht bereit für den Umstieg. Mit dem Umstieg auf die Lumix G81 habe ich dann auf Fototouren oder im Urlaub beide System benutzt. Da wurde die Lumix für Video benutzt, und die Canon für Foto.

Die Nutzung hat aber auch dazu geführt, dass einige Fotos sowohl mit der Canon als auch der Lumix unter beinahe gleichen Bedingungen entstanden. Und da ist mir dann beim Vergleichen in Lightroom immer wieder aufgefallen, dass der Unterschied zwischen mFT und Vollformat eher marginal ist.

Klar bei höheren ISO Einstellungen und in der Freistellung hat Vollformat seine Vorteile, aber man kann auch bei einer mFT höhere Werte benutzen.

Gesucht: Die Hybrid Kamera

Der Wechsel zu mFTIch suchte eine Kamera mit guter Foto- als auch Videoqualität. Die Lumix G81 war schon recht gut, aber etwas mehr Auflösung und höhere Bildraten bei Video wären schon schön gewesen.

Eine Canon EOS-R wäre keine Option gewesen, weil es auch einem Systemwechsel gleichgekommen wäre, und bei Video wäre es Rückschritt vor allem wegen des Crops bei 4K Video gewesen. Die Nikon Z6 sah ganz gut aus, aber bessere Videoqualität hätte die Notwendigkeit eines HDMI Rekorders bedeutet. Ich war dann schon drauf und dran wegen Video vielleicht sogar eine Lumix GH5 zu nehmen.

Der Wechsel zu mFTDann kam Ende letzten Jahres das Firmware Update 2.0 für die Lumix G9 heraus und zusätzlich war die Kamera auch wegen einer Cash-Back Aktion für unter 1.000,– € zu haben. Für den Preis war das für mich die Hybrid Kamera, die ich gesucht habe. Sie hat eine höhere Auflösung, kann 4K bis 60 Bilder/sek und bei FullHD sogar bis zu 180 Bildern/sek., verfügt über die 10-Bit Option und kann zusätzlich im V-LOG Format aufnehmen.

Und beim Vergleich der Bildqualität ist der Unterschied bei Lumix G9 noch geringer, weil sie mit entsprechenden Objektiven, z.B. dem 2.8/12-35mm wirklich sehr detailreiche Bilder abliefert.

Ausblick

Der Wechsel zu mFTIch habe dann meine Canon Ausrüstung verkauft, auch deshalb weil die Gebrauchtpreise für DSLR und Objektive sanken. Jetzt bin ich in der glücklichen Situation, dass ich in einem kleinen Tenba Rucksack neben der Lumix G9, dass Panasonic 7-14mm/4.0, 12-35mm/2.8, 35-100mm/2.8, 100-300mm/4-5.6 sowie das 45mm/2.8 Macro mitnehmen kann. Und die eine oder andere kleiner Festbrennweite passt auch noch rein.

Damit bin ich sowohl für Foto als auch Video eigentlich perfekt ausgerüstet und vermisse nichts. Es bleibt abzuwarten, ob ich noch genauso in einem Jahr denke und nicht vielleicht doch den Verzicht auf Vollformat bereue.

ciao tuxoche

 

 

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