Gekaufte Blogeinträge

Von | 3.März. 2014

Werbung auf Webseiten und auch auf Blogs ist ja nun wahrlich nichts neues, und es wird teilweise mit recht unlauteren Machenschaften versucht, Werbung für die eigene Klientel zu plazieren.

Ich möchte euch aber einmal berichten, was mir vor kurzer Zeit passiert ist, und das obwohl dieser Blog ja erst einmal etwas mehr als 1 Jahr online ist.

Da flattert mir eine EMail einer Online Marketing Agentur mit folgendem Inhalt ins Postfach:

Gekaufte Blogeinträge

Ich habe jetzt einmal aus Gründen der Fairness den Namen des Unternehmens unkenntlich gemacht, für das geworben werden soll.

Ich habe zwar ein Handy, aber lediglich ein Samsung S3 und könnte also aktuell nichts zu neuren Handies beitragen, und außerdem kenne ich den hier in Rede stehenden Shop überhaupt nicht, könnte also weder positves noch negatives berichten. Ich handhabe es aber so, daß ich für Artikel in diesem Blog mir ein eigenes Bild mache und über meine Erfahrungen berichte.

Trotzdem habe ich mich einmal generell zu diesem Thema informiert, und dann stößt man recht schnell auf den Fall der Süddeutschen Zeitung, die über eine Werbeagentur eine eigene App pushen wollte.

Also war mein Interesse geweckt und ich habe der Agentur eine Mail zukommen lassen, wie hoch denn die Aufwandsentschädigung sei und ob ich einen Text zur Verfügung gestellt bekomme, da ich ja das Zielunternehmen nicht kenne und zudem dieser Blog nicht den Schwerpunkt Handies hat. Zurück kam diese Antwort:

Gekaufte Blogeinträge

Man sieht, mit welcher Subtilität versucht wird, Werbung zu plazieren umso Blogleser letztlich in die Irre zu führen.Wenn man dann weiter nachforscht, stößt man auf diesen Artikel, der ein guten Einblick in die rechtliche Situation gibt, wonach solche Artikel vielleicht sogar als Werbung zu kennzeichnen sind. Tut man es nicht, läuft man Gefahr, abgemahnt zu werden.

Die praktischen Konsequenzen, z.B. ein Herunterstufen des Google Rankings wenn man mit gekauften Lob arbeitet, werden hier beleuchtet.

Mein Fazit und auch Empfehlung für alle Logger ist Finger weg. Man schadet der eigenen Glaubwürdigkeit, riskiert evtl. noch rechtliche Probleme in Form einer Anmahnung und wird vielleicht von Leserschaft durch verstärkte Abwesenheit bestraft.

Nachdem ich der Agentur mitgeteilt habe, daß ich nicht bereit bin, die Reputation meines Blois aufs Spiel zu setzen und ein solcher Artikel rechtlich auch als das gekennzeichnet werden müßte, was er ist, nämlich Werbung, war die Kommunikation vorbei.

Wie steht ihr zur Werbung oder besser zu dieser subtilen/hinterlistigen Form der Werbung. Ist euch sowas vielleicht auch schon einmal passiert. Dann hinterlasst mir doch eure Kommentare und Anregungen.

ciao tuxoche

 

[tags]Werbelinks[/tags]

Ein Gedanke zu „Gekaufte Blogeinträge

  1. Martin

    Im Durchschnitt bekomme ich selbst jede paar Tage solche Mails. Es erstaunt mich schon, dass diese Agenturen nicht einmal vor jungen Blogs halt machen!

    In den letzten zehn Jahren gab es immer wieder unseriöse Angebote an Blogger. Gute Angebote – Stichwort “Trigami” sind vom Markt verschwunden, weil nur “nofollow Links” möglich waren.

    Grundsätzlich ist Werbung in Blogs völlig in Ordnung, wenn es klar erkenntlich ist! Auch dürfen Gute Blogger auch von ihrem Blog leben, ist ganz klar!

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