Nach der ersten Ausprobieren im August des letzten Jahres war es eigentlich Zeit, RapidRAW in der neuesten Version einmal anzuschauen.

Einleitung
Nach fast einem Jahr wurde es noch einmal Zeit, sich RapidRAW in der neuesten Version anzusehen – ein Programm, über das ich bereits letztes Jahr berichtet habe. Seinerzeit wurde RapidRAW als Lightroom-Klon gefeiert und auch gehypt. Vor allem deshalb, weil das äußere Erscheinungsbild des Programms stark an Lightroom erinnert und die Entwicklung innerhalb kürzester Zeit, nämlich in weniger als zwei Monaten, erfolgt ist.
Ich habe mir die aktuelle Version angesehen und das Programm ist nach wie vor sowohl für Windows, macOS als auch Linux verfügbar.
Ich habe dazu auch ein Video aufgenommen:
Installation und Oberfläche
Die Installation ist denkbar einfach. Auch die Bedienoberfläche hat einige Ergänzungen bekommen, beispielsweise bei den Einstellungen, die nun etwas detaillierter angepasst werden können.

Ruft man einen Ordner auf, werden die Dateien eingelesen und mittlerweile auch in einer Grid-Übersicht präsentiert. Dadurch muss man nicht mehr jeden einzelnen Unterordner öffnen, um festzustellen, welche Aufnahmen sich darin befinden.
KI-Unterstützung
Ich persönlich habe die KI-Unterstützung mit ComfyUI nicht installiert, da diese bei mir Probleme verursacht hat. Die entsprechenden Funktionen können allerdings gegebenenfalls auch langsamer über CPU beziehungsweise GPU ersetzt werden.
Funktionen der RAW-Entwicklung
RapidRAW bietet bei der Entwicklung eigentlich alles, was man für eine RAW-Entwicklung benötigt. Angefangen bei einfachen Anpassungen wie:
* Belichtung
* Weißabgleich
* Kontrast
* weitere grundlegende Bildkorrekturen
Hinzu kommen Maskierungsfunktionen, mit denen Bildbereiche wie:

* das Hauptmotiv,
* der Himmel
* oder andere Bildteile
markiert und getrennt voneinander bearbeitet werden können.
Festgestellte Probleme
Beim Ausprobieren sind jedoch zwei Probleme aufgefallen.
1. Caching und CPU-Auslastung
Das Caching der eingelesenen Dateien funktioniert offenbar noch nicht optimal. Zwar geht das Einlesen nach einem Neustart des Programms schneller, dennoch führt es weiterhin zu einer nicht unerheblichen CPU-Belastung.
Hier besteht weiterer Optimierungsbedarf, damit die CPU nicht bei jedem Start so stark beansprucht wird. Gerade bei Laptops ist dies ein wichtiger Punkt.
2. Panorama Funktion
Ich war sehr erfreut zu sehen, dass mittlerweile auch Dinge wie das Zusammenfügen von Photos zu einem Panorama oder auch einem HDR implmentiert wurden. Ich habe dann die Panorama Funktion mti einer Sertie von insgesasmt 9 Bildern aus der Lumix S9 einmal probiert.
Da bliebt allerdings nicht RapidRAW hängen sonder hat au fdem MacBook Preo insgesamt für einen Crash gesort. Das scheint es einem Memory Fehler zu geben denn plätzlich meldete MacOS, da sich alle Apps mehr GB an Speiucher gönntne, als überhaupt vorhanden war.
Einen weiteren Versuch mit der HDR Funktion habe ich dann nicht unternommen.

Einschränkungen bei der RAW-Entwicklung
Ein weiteres Problem zeigt sich bei der eigentlichen RAW-Entwicklung. Vermutlich hängt dies ebenfalls damit zusammen, dass offenbar nur die JPEG-Vorschau und nicht die echte RAW-Entwicklung angezeigt wird.
Im Vergleich zu Lightroom bleibt der Spielraum bei der Bearbeitung von Schatten und Lichtern deutlich kleiner, als man es normalerweise von einer regulären RAW-Datei erwarten würde.

Als Beispiel dient eine Aufnahme, bei der im mit RapidRAW entwickelten Bild die Wolken fast vollständig ausbrennen, während die Schatten gleichzeitig relativ dunkel bleiben. Im Vergleich dazu zeigt die Entwicklung derselben Datei in Lightroom ein deutlich ausgewogeneres Ergebnis.
Diese Problematik der eingeschränkten RAW-Wntwicklung habe ich schon einmal in ähnlicher Form bei der Vorstellung der Lumix Lab App mit RAW-Unterstützung festgestellt. Auch hier war bei der RAW-Bearbeitung, wenn ich jetzt nur auf die möglichen Resultate schaue, die durch Verringerung der Lichter und Aufhellung der Schatten möglich sind, das Ergebnis sehr weit von dem entfernt, was ich zum Beispiel mit der Lightroom App auf dem gleichen Gerät erzielen kann.
Fazit
RapidRAW befindet sich auf dem richtighem Weg, allerdings sollte der Entwickler vielleicht erst einmal die vorhandenen Probleme beseitigen, bevor weitere Features dazu kommen. Für einfachere RAW Bearbeitungen reicht das Programm alle mal und es positiv, dass es für alle Platztformen verfügbar ist, was leider nicht selbstverständlich ist.
Sehr püositiv ist, dass das Programm mittlerweile auch in anderen Sprachen verfügbar ist und z.B. Alben angelegt werden können. Damit wird RapidRAW fast erwachsen und ist sicher einen Blick wert.
ciao tuxoche
