Einleitung

Wer kennt es nicht? Man hat verschiedene Objektive. Zum Beispiel bei mir das Sigma 16-28 mm, das 20-60 mm Kit und vielleicht das 70-300 mm Objektiv. Und alle drei Objektive weisen unterschiedliche Filterdurchmesser auf. Auch wenn wir heutzutage in der digitalen Fotobearbeitung vielleicht unterm Strich weniger Filter benötigen, bleiben zwei Bereiche übrig und das sind Grafilter für Videoaufnahmen, insbesondere aber auch für Langzeitbelichtung tagsüber und natürlich ein Poolfilter, um zum Beispiel Reflexionen zu löschen.
Zu dem neuen System habe ich ein Video aufgenommen:
Situation mit Schraubfiltern

Bis jetzt galt da immer der Tipp: Kaufe dir die Filter im größten Filterdurchmesser und regle den Rest mit Step-Down-Ringen. Das heißt, dass ich zum Beispiel meine Filter grundsätzlich in 77 mm hatte. Und die Adaption an die Objektive, die mit Filterdurchmessern von 67 beziehungsweise 62 mm ausgestattet waren, dann das Filter über einen entsprechenden Step-Down-Ring adaptiert wurde.
Das bringt jedoch insbesondere bei der Nutzung zum Beispiel eines variablen Grafilters für die Videographie dann ein Problem, wenn man ständig zwischen Video- und Fotowechseln möchte. Dann kommt man aus dem abschrauben gar nicht mehr heraus und wie es dann so ist, passiert es dann auch vielleicht noch mal, dass so ein Filter verkannt aufgeschraubt wird, nicht richtig passt oder sonstiges.
NiSi JetMag Filtersystem

Das ist dann manchmal etwas ärgerlich und hier kommt das Ni-Jetmag-Filtersystem ins Spiel, bei dem die Filter auf den entsprechenden Adapterringen magnetisch gehalten werden. Das heißt, weitere Filter oder auch das Austauschen der Filter geht dann sozusagen in Sekundenbruchteilen. Mit dem Basisring wird das Objektiv sozusagen fit gemacht für dieses System und man kann dann das Filter entsprechend aufstecken, dass dann durch die magnetische Anziehungskraft gehalten wird. Zusätzlich gibt es aber bei einem leichten Drehen auf die weißen Markierungen auch eine Art Verriegelung, so dass das Filter auf keinen Fall mehr fallen kann.
Hier kann man dann auch mehrere Filter miteinander kombinieren und bis zu zwei Filter hab ich im Bereich bis 16 mm keine Vignettierung feststellen können. Bei mir ist das häufigste Filter, das variable Gaufilter und zwar eins mit 1-5 Blendenstufen, das ich hier am häufigsten benutze.
Set auswählen
Nisi bietet verschiedene Sets an, zum Beispiel entweder mit festen Gaufiltern, mit variablen Gaufiltern plus Polfilter und so weiter. Da muss man sich mal umschauen, welches Set einem am besten passt. Ein solches Set kommt dann mit verschiedenen Adapterringen im Regelfall 67, 77 und 82 mm, so wie den Basisfiltern des jeweiligen Sets als auch mit einer Front- und einer Rückkappe sowie einer entsprechenden Tasche,

Obwohl die Tasche eigentlich recht gut aussieht und die Filter sicher verwahren kann, ist sie bei diesem System meines Erachtens trotzdem nicht nötig, weil das gesamte Filterset in einem Art Stapel mit den passenden Front- und Rückdeckeln auch geschützt in der Kameratasche untergebracht werden kann. Man muss nur einmal raus haben, wie man schnell die Filter voneinander löst, weil man sie ja normalerweise in einem verriegelten Zustand in die Tasche legt.

Die Nachteile

So sehr dieses System auch in der Praxis funktioniert, und gerade den schnellen Wechsel von Fotos erlaubt, müssen doch zwei Nachteile erwähnt werden. Zum einen passen durch die Verwendung des Adapterings, der ja notwendig ist, um die Filter darauf zu verwenden, weder die Objektiv-Frontdeckel noch die im Regelfall vorhandenen Sonnenblenden.
Als weiterer Nachteil ist anzusehen, dass das Set relativ teuer ist. Man erwischt schon mal Sonderangebote in Anführungszeichen, aber da liegt so ein Set immer noch um die 300 € rum, und möchte man das Set auch wirklich konsequent nutzen, benötigt man noch verschiedene Frontdeckel. Einfach um seine Objektive im Kamerarucksack zu schützen, weil ja die Frontdeckel, die beiden Objektive dabei waren, nicht mehr passen. Und die sind mit knapp 35 € schon relativ teuer.
Fazit
Das Filtersystem hat sich nach jetzt mehreren Monaten eigentlich gut bewährt, und ich habe aufgrund meines Sets gesondert einen Poolfilter erworben, sowie ein ND-1000-Filter, den ich ab und zu für Langzeitbelichtungen am Tag benötige.
Und ich möchte es heute nicht mehr messen, d.h. ich möchte auf keinen Fall zu den Schraubfiltern mit entsprechenden Step-Down- oder Step-Up-Ringen wieder zurück.
ciao tuxoche
