Kitobjektive besser als ihr Ruf

Von | 28.April. 2026
Kit-Objektive, die im Zusammenhang mit einem Kamerabody angeboten werden, haben in der Vergangenheit oft einen eher negativen Ruf. Dies hat sich jedoch in letzter Zeit geändert.

Einleitung

Kitobjektive besser als ihr RufKit-Objektive werden meist zusammen mit einem Kamerabody verkauft und bieten oft einen günstigeren Preis, um Einsteigern den Einstieg in das jeweilige System zu erleichtern. Diese Kit-Objektive decken in der Regel einen Brennweitenbereich von 24-70 oder 28-80 mm ab. Als  Ausnahme sind hier die höherwertigen Kit-Objektive in den meisten Kamerasystemen zu nennen, die einen Brennweitenbereich von 24-105 oder im Falle von Nikon sogar 24-120 mm abdecken.
Aber im Gegensatz zu früher hat sich die Sitation der Kit-Objektive ein gutes Stück verbessert.

Ich habe dazu auch ein Video aufgenommen:

Lumix S5 mit dem 20-60mm/3.5-5.6

Kitobjektive besser als ihr RufMein erster Einstieg in das Lumix Vollformat-System war mit einem Kit-Objektiv mit 20-60 mm. Das relativ ungewöhnlich für ein Kit-Objektiv war, da der Brennweitenbereich in den Weitwinkelbereich verschoben war und bei 60 mm endete. Trotzdem war es eine ideale Kombination, insbesondere im Zusammenhang mit dem 70-300 mm Objektiv. Das 20-60 mm Kit-Objektiv ist aus Kunststoff gefertigt, um Gewicht zu sparen, und bietet trotz der eingeschränkten Qualität eine brauchbare Leistung bei Offenblenden und 20 mm, was so zumindest nicht selbstverständlich

Lumix S9 mit dem 18-45mm/4.5-6.3

Kitobjektive besser als ihr RufFür den Videobereich entschied ich mich eine Lumix S9 zu kaufen, zusammen mit dem 16-28 mm 2,8 von Sigma und dem 18-40 mm 4,5-6,3. Das Objektiv mit 16-28 mm 2,8 von Sigma war ein Nachteil wegen seiner Lichtstärke, da 4,5 als maximale Blendenöffnung nicht viel ist. Trotzdem nutzte ich es bei Aufnahmen im letzten Urlaub, insbesondere in den Städten der Toskana.
Und trotz der Einschränkungen in Bezug auf die Lichtstärke wurden hier bei den Städtetrips gefühlt ca. 80% der Aufnahmen mit gemacht und ich von der praktischen Seite nichts an der Qualität auszusetzen. Aber im Gegensatz zum 20-60mm, dass ich später auch an der Lumix S5 IIx genutzt habe, finde ich ist das 18-45mm ein Objekltiv für die Lumix S9.

Lumix S1R II und das 24-105mm/4.0

Kitobjektive besser als ihr RufUrsprünglich wollte ich lketztes Jahr lediglich den Body der Lumix S1R II kaufen, aber aufgrund eines Jubiläums gab es die Kombination mit dem 24-105mm recht günstig.  Dieses Objektiv ist in einer anderen Liga, da es selbst in Kombination mit einer Kamera etwa 650-700 € kostet, und alleine etwa 1000 € kostet. Es ist größer und schwerer als das 20-60 mm Objektiv, bietet aber eine durchgehende Blende von 4,0 und einen internen Stabilisator, der mit dem Ibis in der Kamera kombiniert werden kann. Der Brennweitenbereich von 24-105 mm ist ideal, da er die meisten benötigten Brennweiten abdeckt, und das Objektiv eignet sich auch im Nahbereich gut, da es einen Abbildungsmaßstab von 1:2 erreicht.
Dies wird natürlich dann durch ein höheres Gewicht (fast doppelt so schwer wie das 20-60mm) und ein größeres Objektiv erkauft, wenn das mal hier im Vergleich zum 20-60mm sieht. Trotzdem ist vom Brennweitenbereich am ehesten in der Lage die meisten Situationen abzudecken, wenn man nur dieses Objektiv mithat.

Der Vergleich

Der Vergleich war relativ gleichmäßig, d.h. dass praktisch alle Objektive im Zentrum standen. Selbst bei Offenblende lieferten sie eine sehr, sehr ordentliche Leistung ab. Im Gegensatz zu früher waren die Ecken selbst bei Offenblende nicht so schlimm wie befürchtet, und wir müssen insbesondere beim 20-60 mm sowie beim 18-40 mm unterstellen, dass es sich hierbei um Ultraweitwinkel-Zoomobjektive handelt, die wahrscheinlich etwas schwieriger zu korrigieren sind. Ich stelle hier einfach zwei Beispiele vor, auf denen man sowohl die Ergebnisse für den Rand als auch für das Zentrum erkennen kann.
Kitobjektive besser als ihr Ruf

18-40 @ 18mm

Kitobjektive besser als ihr Ruf

24-105mm @ 24mm

Lediglich das 24-105 mm fällt ein wenig ab, da es selbst bei Offenblende bei der langen Brennweite 105 mm etwas geschwächt ist, aber immer noch auf einem hohen Niveau liegt. Die Schärfe insgesamt im gesamten Bild lässt sich mit allen objektiven durch ein einfaches Abblenden um ein bis zwei Blendenstufen erheblich steigern, sodass die Kit-Objektive trotz allem wirklich universell einsetzbar bleiben.
Die Aufnahmen entstanden übrigens alle mit der Lumix S1R II.

Fazit

Man kann heute bei den Markenherstllern getrost zum Kitobjektiv greifen, die im Gegensatz zu früheren Zeiten eine wirklichje Alternative sind, vor allem dann wenn der Zoombereich für die iegenen Sichtweisen passt. Welches Kit habt ihr oder habt ihr es wieder verkauft. Lasst es mich doch in den Kommentaren wissen.
ciao tuxoche

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