Der Werdegang eines Panoramas

By | 24.Juni. 2014

Panoramas sind ein interessantes Foto Genre und führen manchmal schon aufgrund des nicht alltäglichen Formats zu einem längeren Verweilen am Bild. Aber auch die anschließende Bearbeitung kann noch einiges ausmachen.

Also am Anfang standen nur eine Reihe von Aufnahmen des Five-Boats Gebäude im Duisburger Innenhafen.

Der Werdegang eines Panoramas

 

 

 

Da ich eine höhere Auflösung haben wollte nahm ich 35mm Brennweite und machte damit 3 Reihen mit je 8 Aufnahmen. Nach einer ersten Korrekturen zum Beispiel mit dem passenden Objektivprofil in Lightroom wurden die 18 RAW Dateien nach Tiff konvertiert und mit PTGui zusammengesetzt. Bei einem solchen Motiv findet PTGui (oder auch post id=913]Hugin[/post])genügende Kontrolllpunkte, so dass ein manuelles Einschreiten nicht erforderlich wird.

Der Werdegang eines Panoramas

 

 

 

 

 

 

 

Sieht ja schon recht ok aus, aber es fehlt einfach Dramatik. Wenn man jetzt in Lightroom die Belichtung herunterzieht, die Lichter auch, dafür die Tiefen hoch, damit hier noch genügend Details vorhanden sind und letztlich den Kontrast ein wenig erhöht, dann kommt folgendes Ergebnis raus:

Der Werdegang eines Panoramas

 

 

 

 

 

 

 

Da sieht schon wesentlich besser aus, aber damit sind bei Lightroom am Limit (bis auf den Kontrast, aber dann gehen Details in den Tiefen verloren).

In meinem Artikel HDR aus einem RAW hatte ich schon einmal beschrieben, wie man aufgrund der Reserven, die RAW bietet, ein HDR durch entwicklen von 3 Bildern mit -2,0 und +2 EV und anschließender Verarbeitung mit einem HDR Tool, z.B. SNS-HDR Lite erzeugen kann.

Führt man diesen Prozess mit allen Teilbildern des Panoramas durch (ok etwas aufwändig, aber ohne Fleiß kein Preis) und setzt das Panorama erneut zusammen, dann sieht das Ergebnis so aus:

Der Werdegang eines Panoramas

 

 

 

 

 

 

 

Das sieht schon besser aus, mehr in den Wolken und trotzdem bleibt das Gebäude und das Wasser hell genug, um genug Reserven für eine weitere Bearbeitung zu haben. Zieht man jetzt die Belichtung wieder runter, die Tiefen rauf und erhöht den Kontrast ein gutes Stück, dann kommt das für endgültige Ergebnis raus.

Der Werdegang eines Panoramas

 

 

 

 

 

 

Ich finde das sich der Aufwand gelohnt hat, und es lohnt sich auch immer wieder mal, ältere Bilder vielleicht anders zu bearbeiten.

Die 3 für mich besten Fotos hatte ich zu dem Artikel Five Boats zusammengefasst, und dort kann man die Bilder in höherer Auflösung geniessen.

Aber selbst wenn euch die Bilder vielleicht nicht so gefallen, ich wollte nur aufzeigen, was mit Lightroom und/oder Photoshop und anderen Tools möglich ist. Wenn ihr solche Bearbeitungen einmal ausprobiert habt, dann könnt ihr für euch selbst einschätzen ob sie überhaupt bzw. zu welchen Motiv sie passen könnten. Hinterlasst mir eure Kommentare, was ihr davon haltet, ich freue mich drauf.

ciao tuxoche

4 thoughts on “Der Werdegang eines Panoramas

  1. Björn Rudner

    Hallo Peter,
    wenn Du die Fotos in deinem Prozess durch ein Panorama-Werkzeug wie PTGui oder Hugin laufen lässt, wofür führst Du dann vorher in LR Objektivkorrekturen durch? PTGui und Hugin lesen doch die EXIF-Daten aus, bzw. fragen beim Import nach den Parametern der Aufnahme um die Fotos selber entzerren zu können?
    Das wird mir nicht ganz klar?
    Viele Grüße,
    Björn

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    1. Peter Post author

      Hallo Björn,
      die beziehen sich auch auf CA und Vignettierungen. Letztere wären nicht zwingend in Lightroom zu erledigen,werden aber bei mir schon beim Import automatisch angewandt. Bei HDR versuche ich außerdem durch die Lichter-/Schattenregler die Einzelaufnahmen zu optimieren

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  2. Jochen Bake

    Bisher habe ich noch kein Panorama gemacht. Doch klingt das alles sehr interessant. Ich denke das ich das auch mal ausprobieren werde.

    Gruß
    Jochen

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    1. Peter Post author

      Gerne, und wenn der Artikel dein Interesse geweckt hat, dann freut mich das. Aber Vorsicht bei Panos besteht finde ich Suchtgefahr 😉

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