HDR mit Luminance

Von | 16.August. 2013
Artikel aktualisiert am 27.08.2013

In meinem damaligen Artikel hatte ich Möglichkeiten aufgezeigt, HDR Bilder zu erstellen. Die dazu verwendeten Programme waren mit Ausnahme von SNS-HDR Lite alle kostenpflichtig. Seit April 2013 ist Version 2.3.1 des Opensource-Programmes Luminance HDR verfügbar.

Das Programm ist selbstverständlich für Linux, aber auch für Windows (32 und 64 Bit) und Mac OS X verfügbar. Ich habe mir mal die Windows-Version angesehen.

Die Installation verläuft unter Windows 7 schon einmal problemlos. Für unser heutiges Beispiel habe ich mir mal 3 unterschiedlich belichtete Aufnahmen vom Innenraum einer Kirche ausgesucht.

Bild

Die Aufnahmen sind mit 2 EV Belichtungswerten aufgenommen, d.h. normal, -2 und +2 Blendenwerte. Aus Lightroom heraus habe ich hierfür 16-Bit Tiff exportiert.

BildLädt man die Bilder in Luminance werden zwar die absoluten EV Werte nicht richtig angezeigt, aber relativ stimmen sie ja 😉

Man sollte übrigens die Option „Bilder automatisch ausrichten“ wählen, um auch relativ geringe Abweichungen erkennen zu lassen.

Das kostest natürlich Zeit um die Ausrichtung vom Programm her vornehmen zu lassen.

Ist man sich sicher, das die verarbeitenden Bilder absolut hinsichtlich des Bildauschnittes sind, kann man es natürlich ohne diese Option versuchen.

Wen dies geschehen ist, gelangt man ins Hauptfenster, um weitere Korrekturen vorzunehmen. Als allererstes sollte man die Bildgröße, die offensichtlich per Default recht gering gewählt wird, auf die Originalgröße der Bilder einstellen.

Bild

Mit der Defaulteinstellung für die Dynamikkompression, in dem Fall Matiuk, erreicht man schon gute Ergebnisse.

Im Bedarfsfall mal mit den Einstellungen spielen.

Wie man hier schon erkennen kann, entsättigt Luminance HDR die Bilder recht stark in den Default-Einstellungen, aber das läßt sich ja zur Not später noch korrigieren.

Man kann allerdings auch innerhalb des Programmes verschiedene Einstellung probieren, muss dann allerdings die Vorschau jedes Mal neuberechnen lassen.

Ist man mit dem Ergebnis soweit zufrieden, kann man das Ergebnis abspeichern, entweder, wenn man keine weitere Bearbeitung vorhat, als JPEG oder aber als TIFF. Letzteres geht sowohl in 8, 16 und auch als 32-Bit Floating Format.

Bei der letzten Option hat man in Lightroom praktisch die gleichen Bearbeitungsmöglichkeiten wie bei einem mit Photomatix oder Photoshop erzeugtem HDR, und das sieht man bei Opensource realtiv selten. Gimp z.B. kann immer noch keinen 16-Bit Workflow.

Die Namensvergabe beim Speichern ist zwar als Default etwas kryptisch, aber das läßt sich ja Gott sei dank auch änden. Ich habe jetzt für die ersten Versuche sowohl eine 16-Bit als auch eine 32-Bit Version des Bildes gespeichert und in Lightroom importiert. Hier muss ich anmerken, das die 32-Bit Versionen von Photoshop und auch Photomatix in Lightroom eher viel zu dunkel erscheinen, während es bei Luminance genau umgekehrt ist.

Hier mal zum Vergleich die unbearbeitete 16-Bit Version:

Luminance

Insgesamt ist Luminance eine Alternative zu den anderen Programmen, es läuft etwas schneller als z.B. die Lite Version von SNS, allerdings erzeugt SNS meiner Meinung nach immer noch die natürlicheren HDR.

Als Einstieg, um es mal mit der HDR-Technik zu versuchen und eigene Erfahrungen zu sammeln ist Luminance allemal geeignet, allerdings kann es fortgeschrittenen Bedürfnissen genügen, weil es auch das Erzeugen von 32-Bit Tiffs erlaubt, die in Lightroom ein erhebliches Bearbeitungspotential aufweisen.

Für wen ist Luminance eine Alternative, vielleicht auch in Zusammenarbeit mit Gimp, wie es Björn in seinem Blog sehr schön dargestellt hat. Oder ist es als Standalone Programm z.B. auf dem Mac eine Alternative. Wer benutzt es regelmäßig oder vielleicht nur, weil es kostenlos ist. Schreibt mir doch eure Kommentare dazu

ciao tuxoche

[tags]32-Bit Tiff[/tags]

 

Ein Gedanke zu „HDR mit Luminance

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.