Ende des letzten Jahres hatte verschiedene Softwarelösungen vorgestellt, mit denen sich die Pixelanzahl der Bilder verdoppeln oder bei mancher Software auch darüber hinaus hochrechnen läßt. In diesem Beitrag geht es um den HiRes Modus in der Kamera, was ich vor Jahren schon einmal anhand von mFT Format dargestellt habe.
Einleitung
Beim damaligen Vergleich habe ich Lightroom Classic, Photoshop, Luminar NEO und ON1 Photo RAW gegegneinander antreten lassen, wie gut sie sich bei der Verdoppelung der Pixelanzahl, also dem Hochskalieren, schlagen. Damals lag Lightroom Classic recht gut vorne und heute soll es darum gehen, wie gut ein HiRes Modus in der Kamera ist.
Als Beispiel verwende ich hier die Lumix S9 sowie die erst kürzlich vorgestellte S1R M2. Die Lumix S9 mit ihrem 24 MPix erzeugt dann Bilder mit 96MPixeln und bei der S1R M2 reden wir über Bilder mit 176 MPixeln. Die Lumix Kameras berherschen diesen Modus schon etwas länger, ich habe schon damals mit der Lumix G9 einen entsprechen Vergleich gemacht.
Ich habe dazu ein Video aufgenommen:
Verfahren
Ich habe mit beiden Kameras die Bilder vom Stativ aus gemacht, auch wenn beide Kameras mit Mode2 den HiRes Modus auch bei Freihand-Aufnahmen unterstützen. Zum Vergleich wurde dann ein Bild der gleichen Szenerie in RAW mit der normalen Auflösung der Kamera ebenfalls vom Stativ aufgenommen.
Ich zeige hier einmal einen Vergleich mit der Lumix S9:

Schaut man sich das Bild in der 100% Ansicht an, sind die Unterschiede sehr gering, aber die Software Methode ist ein Hauch besser.
Die Kamera belichtet ja für diesen Modus 8 Aufnahmen mit Pixel-Shift Modus, die dann zumindest bei den Lumix Kameras in ein RAW Bild zusammengesetzt werden. Passt man hier bewegten Objekten im Bild nicht auf, kommen vielleicht solche Fehler zustande.

Aber nehmen wir hier mal einen Vergleich mit Lumix S1R M2:

Das ist dann schon beeindruckend, kommt allerdings egal bei welcher Methode mit recht großen Dateien daher. Aber auch in diesem Vergleich sind die Unterschiede kaum auszumachen.
Ich finde bei Bedarf ein Bild in der Software hochzurechnen einfach flexibler als in der Kamera. Außerdem können hier keine störenden Fehler durch sich bewegenden Objekte entstehen. Und vielfach entsteht der Wunsch, mehr Megapixel zur Verfügung zu haben, z.B. für einen großformatigen Druck ja auch erst später.
Fazit
Auch wenn die Hires Option in der in Kamera ihre Berechtigung hat, finde ich die Methode, das Bild bei Bedarf später in der Software hoch zu sklieren, die bessere und flexiblere Methode. Vor allem ist sie auch nicht mit dem Nachteil behaftet, dass man auf sich bewegenden Objekte achten muss.
ciao tuxoche
