DXO PureRAW 6 – nicht nur zum Entrauschen interessant

Von | 11.August. 2026

Mit DXO PureRAW hatte ich mich schon länger nicht mehr beschäftigt. Das letzte Mal, dass ich intensiver mit DXO beziehungsweise PhotoLab gearbeitet habe, ist inzwischen fast sechs Jahre her. Umso interessierter war ich, als DXO auf mich zukam und mir die Möglichkeit angeboten hat, PureRAW 6 auszuprobieren.

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Einleitung

DXO PureRAW 6 – nicht nur zum Entrauschen interessant

Bei DXO PureRAW denkt man zunächst einmal an das Thema Entrauschen. Und genau dafür ist die Software auch bekannt. Allerdings habe ich bei meinen ersten Tests festgestellt, dass PureRAW für mich durchaus mehr sein kann als nur ein Werkzeug, um stark verrauschte Fotos wieder einigermaßen ansehnlich zu machen.

Das Programm ist natürlich für Windows als auch für MacOS verfügbar. Die Installation auf meinem MacBook war schnell erledigt und verlief ohne Probleme.

Ich habe dazu auch ein Video aufgenommen:

Integration Finder/Lightroom

Dabei richtet DXO auch gleich die entsprechenden Integrationen ein. PureRAW lässt sich sowohl direkt aus dem Finder als auch aus Lightroom Classic heraus verwenden.

DXO PureRAW 6 – nicht nur zum Entrauschen interessant

Gerade die Finder-Integration finde ich praktisch. Man kann eine RAW-Datei direkt aus einem beliebigen Ordner heraus per Rechtsklick an PureRAW übergeben und dort verarbeiten lassen. Man muss also nicht zwangsläufig erst Lightroom öffnen und einen entsprechenden Export anstoßen.

Für meinen normalen Workflow ist allerdings die Lightroom-Integration interessanter. Eine RAW-Datei kann direkt aus Lightroom heraus an PureRAW übergeben werden. Nach der Verarbeitung wird die daraus erzeugte Datei anschließend wieder automatisch in Lightroom importiert. Das Ganze ist also relativ unkompliziert und lässt sich ohne große Veränderungen in einen bestehenden Workflow integrieren.

Oberfläche/Einstellungen

Bei den eigentlichen Einstellungen hält sich PureRAW angenehm zurück. Im Wesentlichen stehen die beiden Modelle DeepPRIME 3 und DeepPRIME XD3 zur Verfügung. DeepPRIME XD3 ist dabei die leistungsfähigere Variante und liefert nach meinem bisherigen Eindruck auch die besseren Ergebnisse. Dafür dauert die Verarbeitung natürlich etwas länger.

Es gibt darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten, manuell in die Verarbeitung einzugreifen. Damit habe ich mich bisher allerdings noch nicht intensiver beschäftigt. Für meine ersten Tests habe ich zunächst einfach mit den von PureRAW vorgeschlagenen Standardeinstellungen gearbeitet.

DXO PureRAW 6 – nicht nur zum Entrauschen interessant

Beim Export hat man anschließend verschiedene Möglichkeiten. Neben DNG stehen auch TIFF mit 8 oder 16 Bit sowie JPEG zur Verfügung. Für eine weitere Bearbeitung würde ich persönlich die 16-Bit-Variante bevorzugen, wenn ein TIFF zum Einsatz kommen soll. Interessanter finde ich allerdings den DNG-Workflow, weil ich die Datei anschließend in Lightroom weiterhin sehr flexibel bearbeiten kann.

DXO PureRAW 6 – nicht nur zum Entrauschen interessant

Die komprimierten DNG Dateien sparen im Durchschnitt etwas mehr als die Hälfte an Platz, eährend die unkomprimierten Dateien schon mal 3 mal so grß sein könne wie die Original RAW Datei.

Der Ablauf ist dabei schnell erklärt: Ich wähle eine RAW-Datei in Lightroom aus, exportiere sie zu PureRAW und lasse sie dort verarbeiten. Je nach Rechner dauert es anschließend nur wenige Sekunden, bis die fertige DNG-Datei wieder in Lightroom zur Verfügung steht.

Dort kann ich dann ganz normal weiterarbeiten.

Die ursprüngliche RAW-Datei würde ich trotzdem immer behalten. PureRAW erzeugt schließlich eine neue, optimierte Version und ersetzt nicht das Original. Für mich gehört das Original deshalb weiterhin ins Archiv.

Ergebnisse

Interessant wird es natürlich bei der Frage, was PureRAW tatsächlich mit den Bildern macht. Dazu habe ich unter anderem eine Makroaufnahme mit dem 100-mm-Makroobjektiv von Panasonic ausprobiert. Und bei dieser Aufnahme habe ich es PureRAW nicht gerade leicht gemacht: ISO 51.200.

DXO PureRAW 6 – nicht nur zum Entrauschen interessant

Bei einer solchen ISO-Einstellung darf man natürlich keine Wunder erwarten. Auch nach der Verarbeitung ist das Bild nicht plötzlich völlig rauschfrei. Der Unterschied ist aber trotzdem ziemlich deutlich.

Das Rauschen wird so weit reduziert, dass man mit dem Bild tatsächlich arbeiten kann. Und genau das ist für mich der entscheidende Punkt. Es geht gar nicht unbedingt darum, ein vollkommen rauschfreies Bild zu bekommen. Viel wichtiger ist, dass die Aufnahme trotz der hohen ISO-Einstellung noch brauchbar bleibt.

Besonders positiv ist mir dabei der Erhalt der feinen Details aufgefallen. Gerade bei einer Makroaufnahme wäre es fatal, wenn die Rauschreduzierung einfach sämtliche kleinen Strukturen wegfiltert. Bei den Blüten bleiben diese Details aber erstaunlich gut erhalten. Das Ergebnis wirkt dadurch nicht wie ein künstlich glattgebügeltes Bild.

DXO PureRAW 6 – nicht nur zum Entrauschen interessant

Natürlich spielt dabei auch eine Rolle, dass DXO für die unterschiedlichen Kombinationen aus Kamera und Objektiv entsprechende Korrekturdaten verwendet. Dazu gehören beispielsweise Korrekturen für Vignettierung oder chromatische Aberrationen. Die benötigten Daten werden bei der ersten Verarbeitung einer entsprechenden Kombination heruntergeladen.

Und genau an dieser Stelle wird PureRAW für mich auch abseits extremer ISO-Werte interessant. Ich habe deshalb noch eine weitere Aufnahme ausprobiert, die lediglich mit ISO 400 aufgenommen wurde. Hier ging es also nicht darum, ein stark verrauschtes Foto zu retten. Trotzdem konnte ich nach der Verarbeitung einen Unterschied feststellen.

Gerade bei der Nahaufnahme wirkten die Details klarer und schärfer als in der ursprünglichen Datei. Das ist für mich durchaus interessant, denn damit beschränkt sich der Nutzen von PureRAW nicht ausschließlich auf Aufnahmen mit hohen ISO-Werten.

Damit ist DXO PureRAW 6 für mich inzwischen mehr als nur ein Programm zum Entrauschen. Natürlich braucht nicht jeder Lightroom-Anwender zusätzlich PureRAW. Wer mit seinem bisherigen RAW-Konverter zufrieden ist und mit den Ergebnissen keine Probleme hat, wird wahrscheinlich keinen zwingenden Grund für einen weiteren Verarbeitungsschritt sehen.

DXO PureRAW 6 – nicht nur zum Entrauschen interessant

Interessant wird PureRAW für mich vor allem dann, wenn die Aufnahme unter schwierigen Bedingungen entstanden ist. Hohe ISO-Werte sind hier sicherlich das offensichtlichste Beispiel. Aber auch bei normalen ISO-Einstellungen kann die zusätzliche Optimierung interessant sein, wenn es darum geht, möglichst viele Details aus einer Aufnahme herauszuholen.

Fazit

DxO PureRaw ist wirklich der Standrd in Sachen Bildentrauschung, aber auch Aufnahmen mit niedrigeren ISO könne von einer Bearbeitung in DxO Pureraw als erstem Schritt profitieren. Die nahtlose Einbindung macht die Benutzung einfach und schnell.

Wer jetzt überzeugt ist, spart mit dem Code TUXOCHE 15% auf jedes Tool im DxO Shop, allerdings nur für Neukäufe und nicht für Upgrades.

ciao tuxoche

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