Ich habe bereits zweimal hier im Blog über Thunderbolt-Docks berichtet, speziell für mein MacBook Pro. Heute ist sozusagen der Tag nach dem Motto: „Alle guten Dinge sind drei.“
In der Vergangenheit habe ich unter anderem ein Thunderbolt-Dock von Wavelink gekauft, allerdings auch wieder zurückgegeben. Dieses Dock erlaubt zwar, über HDMI beziehungsweise DisplayPort zwei Monitore anzuschließen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn auf dem MacBook die entsprechenden Display-Treiber installiert sind. Diese haben jedoch den Nachteil, dass gerade auf meinem LG 4K-Monitor die Schriftgröße viel zu klein ausfällt und eine entsprechende Skalierung de facto nicht funktioniert. Deshalb ging das Dock zurück.
Als zweites habe ich dann das teurere Thunderbolt-Dock von UGreen ausprobiert. Was hinsichtlich der Monitore keine Schwierigkeiten bereitet, da sie unmittelbar über den Thunderbolt-Anschluss des Docks angeschlossen werden. Hier gibt es auch keine Probleme mit der Skalierung der Menüs oder der Schrift. Das heißt, in diesem Punkt war ich zufrieden. Allerdings von den vier Anschlüssen, die an dem Dock vorhanden sind wird einer als Downlink-Anschluss zum MacBook benötigt.Für jeden Monitor gibt es einen weiteren Thunderbolt-Anschluss, sodass in einem Setup mit zwei Monitoren lediglich ein Thunderbolt-Anschluss übrig bleibt, um zum Beispiel ein externes Laufwerk anzuschließen. Damit hatte ich aber trotz des relativ hohen Preises unterm Strich nicht mehr Ports zur Verfügung oder übrig, als wenn ich alles direkt am MacBook Pro angeschlossen hätte. Denn hier kann ich über USB-C den LG 4K-Monitor anschließen, der dann gleichzeitig das MacBook mit Strom versorgt, aber auch dann über HDMI den Dell-Monitor, und ich habe dann immer noch einen Port frei, um ein externes Thunderbolt-Gehäuse anzuschließen.
Wenn Interesse besteht könnt ihr natürlich auch gerne euch das Video ansehen, dass ich dazu gemacht habe:
https://youtu.be/Mugu1K-KZHU
Per Zufall bin ich dann über einige Reviews des Evane Fusion Max-Docks gestolpert, das sehr vielversprechend aussah. Ich habe dieses Dock mir gekauft, obwohl „nur“ ein Thunderbolt-Dock 4 ist und ausprobiert. Das Dock wird vom Hersteller als MacBook-only-Dock vertrieben, weil es über einen Doppelanschluss verfügt, der nur in die beiden Thunderbolt-Ports passt, zum Beispiel das MacBook Pro oder das MacBook Air.

Entscheidend ist aber hier, dass hier zwar zwei Anschlüsse für den Download-Dock für die beiden Ports im MacBook benötigt werden. Und auch zwei weitere, wenn man das möchte, für zwei Monitore. Trotzdem bleiben dann aber auch auf der Vorderseite noch Thunderbolt-Ports übrig, mit denen man zum Beispiel ein externes Thunderbolt-Laufwerk anschließen kann oder andere Dinge.

Und ich habe trotz dieser Konstellation immer noch einige USB-A- oder USB-C-Anschlüsse übrig, die jeweils mit 10 GB/s betrieben werden können, so dass ich hier sowohl mein Podmic-Mikrofon anschließen kann, das Elgato Stream Deck, und wenn ich möchte, auch eine kabelgebundene Tastatur und eine Maus, und dann sind noch entsprechende Anschlüsse zum Beispiel für einen 5-GB-Netzwerkadapter vorhanden. Denn den eingebauten 2,5-GB-Anschluss nutze ich wie gesagt wegen des 5-GB-Netzwerkadapters leider nicht.
Insgesamt ist dieses Dock sehr zufriedenstellend. Es erfüllt meine Anforderungen. Ich habe genügend Anschlüsse zur Verfügung, kann mehrere Monitore ohne entsprechende Treibersoftware betreiben und habe damit dann auch keine Probleme zum Beispiel mit der Skalierung. Wie gesagt, wird das Thunderbolt-Dock von Ivanky, dem Hersteller, als Mac-only-Gerät vertrieben. Man kann aber und ich habe das mit meinem Windows 11-PC ausprobiert dieses Dock auch ohne weiteres mit zwei USB-C-Verlängerungskabel an einen Windows-PC anschließen. Dann funktioniert das Dock genauso einwandfrei, nur ich habe eben an meinem Windows-PC kein Thunderbolt-Anschluss, sondern eben maximal nur USB-C mit 10 GB pro Sekunde.Trotzdem haben wir natürlich auch die Situation, dass externe Laufwerke am Dock angeschlossen langsamer sind als direkt an einen Port am Macbook, aber ich denke mit der Geschwindigkeit kann man leben. In jedem Fall wird dadurch weder 4k noch 6K Videoediting eingeschänkt.
ciao tuxoche
