Videobearbeitung mit dem iPad Air

By | 16.Juni. 2020

Videobearbeitung mit einem Tablet hört sich erst einmal verwegen an, aber man liest des öfteren, dass es geht, allerdings in Verbindung mit dem iPad Pro.

Einleitung

Videobearbeitung mit dem iPad AirIn meiner kleinen Reihe hat sich das iPad Air als sehr leistungsfähig erwiesen, auch z.B. für die Fotobearbeitung mit Lightroom. Diese Mal soll es aber um die Videobearbeitung auf dem iPad Air gehen. In Verbindung mit dem iPad Pro gibt es jede Menge Videos aus Youtube, die belegen, dass das funktioniert.

Da der im iPad Air verbaute Prozessor aber lediglich 10-15% weniger leistungsstark ist, sollte es auch mit dem iPad Air gehen. Die App die das leisten kann ist Lumafusion, die allerdings mit knapp 30,– € nicht so ganz preiswert ist. Trotzdem habe ich es gewagt, und um es vorweg zu sagen, ich bin nicht entäuscht worden.

Ich habe dazu einmal ein kleines Video erstellt:

Die App

Die App ist sehr übersichtlich und kann bis 6 Video/Audio Spuren verarbeiten. Sie ist intuitiv zu bedienen und verfügt über eine Hilfe-Funktion, wenn man unten rechts das Zahnrad Symbol gedrückt hält.

Videobearbeitung mit dem iPad AirMit dem neuen iPadOS könne die Videos von allen Datenträgern oder auch Cloud-Speichern importiert werden, aber sie müssen importiert werden. Dies bedeutet, dass sie für die Bearbeitung lokal auf dem iPad gespeichert werden. Da kann es je nach Länge des Videos oder Clips mit 64GB Speicher schon mal knapp werden.

Das Importieren geht trotz der Lightning Schnittstelle relativ schnell, während das spätere Schreiben/Kopieren des fertigen Videos auf einen externen Datenträger doch recht lange dauert. Aber das hatte ich ja schon im ersten Teil berichtet.

Funktion

Die Clips können natürlich geschnitten, kopiert, verschoben und bearbeitet werden. Das betrifft die Farbe, Vignetten und natürlich auch den Ausschnitt.

Videobearbeitung mit dem iPad AirIch stehe zwar noch am Anfang aber ich vermisse jetzt keine Funktion, auch nicht im Vergleich zu Da Vinci Resolve. Lediglich gibt es bei der Audiobearbeitung keine Normalisierung nach ERU-, aber das ist denke ich verschmerzbar.

Aber z.B. das Abspielen oder das Durchwandern der Clips geht sehr flüssig, und hält einen nicht auf.

Ausgabe

Ist das Video fertig bearbeitet kann es ausgegeben werden und hier kommt die Überraschung. Die Ausgabe als 4K Video geht ebenfalls sehr schnell. Ein 6 Min. Video ist auch in knapp 6 Minuten exportiert und kann dann z.B. auf Youtube hochgeladen werden. Und das finde ich für ein Tablet schon beeeindruckend.

Videobearbeitung mit dem iPad AirSo habe ich das Video über die Falcon Eye SO218TD Leuchte vollständig auf dem iPad Air geschnitten und dann exportiert.

Fazit

Die Kombination aus iPad Air und der App Lumafusion ist für die Videobearbeitung keine Notlösung, sondern mehr als taugliches Mittel, natürlich mit der Einschränkung, dass das Display kleiner ist. Aber von der Leistungsfähigkeit und Flüssigkeit der Bearbeitung ist die Kombination wirklich sehr beeindruckend.

Und deshalb war es sicherlich nicht das letzte Mal, dass ich ein Video auf dem iPad bearbeitet habe.

ciao tuxoche

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