4 Aufnahmen für ein Kugelpano

By | 19.April. 2013
Artikel aktualisiert am 27.08.2013

Kugelpanos, also ein Panroma, das mit den 360°x180° praktisch den kompletten Raum abdeckt, sind eine sehr schöne Sache. Egal ob sie dann per Flash oder per Quicktime präsentiert werden, der Zuschauer befindet sich sozusagen in mitten des fotografierten Raumes.

Natürlich kann man Kugelpanos mit jeder beliebigen Brennweite machen, nur steigen dann der Aufwand und die Anzahl der Aufnahmen. Daneben steigt aber auch die Zeit, die man benötigt, um ein solches Pano zu fotografieren.

Nimmt man z.B. ein 17mm (jeweils am KB-Format) benötigt man 16 Aufnahmen, sicherheitshalber kommen dann noch 2 Aufnahmen für den Nadir dazu. Bei einem 35mm Objektiv sind es schon mehr als 60 Aufnahmen.

Mit einem Fisheye kommt man aber mit 4 Aufnahmen für das komplette Pano hin, was die Erstellung eines solchen Panos natürlich erheblich beschleunigt. Das kann man dann auch mal an sehr belebten Plätzen machen, wo man mit einer längeren Brennweite und der dadurch erheblich größeren Anzahl von Aufnahmen hoffnungslos scheitern würde. Personen bewegen sich in unterschiedlicher Geschwindigkeit, und dann kommt es schon mal vor, das man eine Person in mehreren Aufnahmen wiederfindet. Bei manchen Aufnahmen kann man dieses Problem in PTGui Pro mit dem Mask Modus lösen, aber längst nicht in allen.

IMG 4023

IMG 4024Man benötigt dazu ein Fisheye, das in der Diagonalen 180° abbildet. Sehr schön en Detail beschrieben hat das Tom Striewisch auf seiner Seite.

Paddy Ludolph hat das für das Crop Format und einem Nikon 10,5 mm Fisheye beschrieben.

Aber egal ob man nun Crop oder Vollformat benutzt, ein Fisheye mit einer Diagonalen von 180 ° erleichtert einem die Erstellung von Kugelpanoramen sehr.

Ich benutze hier am KB-Format das Tokina 10-17mm, das zwar nicht für Vollformat gerechnet ist, aber hier trotzdem hervorragende Ergebnisse liefert.

IMG 4025IMG 4026

Die bei solchen Objektiven meist fest verbaute Gegenlichtblende stört natürlich erheblich am KB-Format deshalb sollte ein solches Objektiv von der Gegenlichtblende befreit werden. Einen solche Service mit Garantie bietet 360pano.de für alle möglichen Fisheyes an. Das Tokina brauchte ich nicht rasieren zu lassen, ich habe so im blauen Forum gebraucht erstanden.

Das Tokina wird mit Nodal Ninja R1 und einem Einbeinstativ benutzt. Dabei wird das Objektiv auf 12mm Brennweite eingestellt, was einen optimalen Kompromiss in Bezug auf Winkel und möglichst formatfüllender Abbildung darstellt.

Damit sind, wie man auf den obigen Beispielen ersehen im Handumdrehen 4 Aufnahmen gefertigt, die dann zu einem Pano zusammengefügt werden können. Ich habe diese Aufnahmen bewusst knapp belichtet.

Das sieht dann so aus:

IMG 4023 Panorama

Ich verwende den Nodal Ninja R1 auf einem Manfrotto Einbeinstativ mit der Einstellung von +5 °,, dies führt dazu, das vom Boden, also wo das (Einbein)-Stativ zu sehen sein sollte, etwas fehlt.

Mit Pano2VR läßt sich sehr ein beliebiger Bereich aus dem Pano herausextrahieren und nach der Retousche wieder korrigiert einfügen. Man kann natürlich auch mit dem R1 noch ein zusätzlich Nadirbild schiessen, dann hat man für evtl. Korrekturen, gerade bei komplexen Bodenstrukturen einfach mehr Material.

Das resultierende Pano hat etwas mehr als 50 MP mit der 5D MK II. Das reicht für viele Darstellung im Web pp. An wirklich viel besuchten Plätzen ist es aber auch teilweise die einzige Möglichkeit um zu einem Kugelpano zu kommen.

So das war der Auftakt zu Panos von mir aus. Wie schon in meinem Artikel „Umzug geschafft“ habe ich jetzt mehr Webspace zur Verfügung, so dass kein Grund mehr besteht, meine Panos nicht hier zu präsentieren. Ab sofort werde ich sukzessive meine Kugelpanos hier auf der Seite 360° Panos uploaden. Schaut ab und zu mal rein.

Wenn euch der Artikel gefallen hat, dann kommentiert ihn, natürlich auch, wenn es Kritik gibt.

ciao tuxoche

[tags]Kugelpano,Fisheye, PTGui, Pano2VR[/tags]

 

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