Windows, Lightroom und SSD

By | 11.Januar. 2013
Artikel aktualisiert am 02.10.2013

SSD werden durch den Preisverfall immer mehr zum Standard bei PC und vor allem Laptops. Angesichts der Geschwindigkeitsvorteile gegenüber regulären Festplatten ist dies nicht weiter verwunderlich.

Ich habe deshalb vor mehr als 1 1/2 Jahren in meinem PC die erste SSD eingebaut, eine OSZ Vertex 2 mit 128 GB, die es heute nicht mehr gibt.

Die Windows 7 Installation verlief nach Studium der im Netz zu findenden Hinweise absolut problemlos und alleine schon der subjektiv feststellbare Geschwingkeitsgewinn war atembraubend. Windows 7 und die Programme wurden auf die SSD installiert. Sowohl der Systemstart als auch der Aufruf der Programme gehen in rasanter Geschwindigkeit.

Allgemein wird empfohlen, im Windows 7 den

  • Indexdienst abzuschalten
  • Prefetch/Superfetch abzuschalten
  • TRIM einzuschalten
  • kein Defrag laufen zu lassen

vor allem auch um Schreibzugriffe auf die SSD so gering wie möglich zu halten. TRIM wird von Windows 7 beim Erkennen einer SSD automatisch aktiviert, während man die anderen Einstellungen überprüfen und ggfs. korrigieren sollte.

Teilweise wurde sogar empfohlen, die Windows Auslagerungsdatei auf ein anderes Laufwerk zu legen. Während das bei einem PC ja vielleicht noch möglich ist, geht das bei einem Laptop natürlich nicht mehr. Mittlerweile ist die Empfehlung auch wieder verschwunden, genauso wie Cache Files von Browsern pp. auf ein anderes Laufwerk zu verlegen.

Windows, Lightroom und SSD

Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen hat die Vertex bald ihren Geist aufgegeben, wobei allerdings der Service von OSZ wirklich funktionierte. Ich mußte zwar die defekte SSD nach Holland schicken, bekam aber realtiv schnell einen Austausch in Form einer Agility 3. Die kann zwar schon Sata II, leider mein Board nicht.

Bei der fälligen Neuinstallation habe ich allerdings Windows 7 wieder auf eine reguläre Festplatte installiert. Die SSD beherbergt nunmehr nur die Cache Files für die Adobe Produkte (Lightroom, Photoshop, Premiere) und den Katalog für Lightroom. Die Fotos liegen dabei auf einem Linux Server.

Wenn nun auch der Systemstart selbst als auch der Start der Programme etwas behäbiger abläuft, so kann beim Arbeiten mit Lightroom keinen Unterschied zur vorherige Installation ausmachen. Liegt dagegen der Katalog und der Lightroom-Cache auf einer regulären Festplatte, ist der Unterschied schon gewaltig. Die Cache-Größe habe ich dabei auf 20 GB eingestellt.

Ebenfalls auf der SSD wird das akutelle Video-Projekt bearbeitet, weil der Unterschied in der Vorschau bei Premiere Pro oder After Effects schon gewaltig, wenn die Daten auf der SSD liegen.

Bei meinem Dell 3350 habe eine Crucial m4-128 GB eingebaut, die hier etwas schneller ist, weil der Dell Sata II beherscht.

Zur Kombination SSD und Lightroom gibt es natürlich auch kritische Stimmen, die den Geschwindigkeitsvorteil anhand durchgeführter Messungen de facto verneinen. Natürlich ist es kaum ein Unterschied, wenn ich 300 Raws einer 5d MK II in den Lieghtroom Katalog importiere und rendere. Hier muss die CPU die Hauptarbeit leisten, der Geschwingkeitsvorteil ergibt sich lediglch bei den Zugriffen auf die Platte, die aber im Verhältnis zu den CPU-Zeiten untergeordnet sind. Dennoch möchte ich nicht mehr auf eine SSD verzichten, weil Lightromm in der täglichen Arbeit (Durchschauen der Bilder, Blättern, Vorschauen laden) einfach flüssiger wird. Ob das den relativ hohen Preis pro GB wert ist, muss im Endeffekt jeder für sich entscheiden.

ciao tuxoche

weitere Links:

http://www.antary.de/2009/12/15/ssds-unter-windows-7-einsetzen/

http://www.win-zeit-forum.de/board35-windows-7/board42-hardware/362-meine-erste-solid-state-drive-ssd-intel-x25-m-g2-postville-80gb-teil-1-bis-teil-5/?s=5a2c30b18a0d10acdd0cdb06e7ff9d6f11f83101#post1772

http://extreme.pcgameshardware.de/ssd-hdd-laufwerke-und-speicher/81317-anleitung-ssd-vom-einbau-bis-zur-konfiguration-und-handhabung-von-windows.html

 

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