Manchmal kommt der Wunsch oder die Notwendigkeit auf, ein bestehendes RAID in seiner Kapazität zu erweitern, so auch bei mir.
Einleitung
Bei mir war die Situation entstanden, dass meine 4 TB Festplatten indem RAID5 auf der DXP4800 nicht mehr ausreichend waren. Deshalb wollte ich meine Platten gegen die 8TB Varianten austauschen, nach Möglichkeit ohne das RAID neu aufzustezen und die Daten wieder aus dem Backup wieder herzustellen.
Trotzdem ist es absolut erforderlich ein aktuelles Backup zu hanen, just in case, dass bei der Vergrößerung des RAID etwas schieft geht. Und es gilt immer noch der Satz das RAID eben kein Backup ist und bei der Vergößerung des RAID5 stresst die Festplatten, so dass eine Festplatte auch durchaus mal ausfallen kann.
Verfahren
Um das Volumen eines RAID-Systems zu vergrößern, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Für beide Optionen ist ein funktionierendes Backup erforderlich, da die erste Option den Umbau mit größeren Platten beinhaltet und die Sicherung anschließend zurückgespielt werden muss.
Auch bei der zweiten Option sollte ein Backup vorhanden sein, falls es einmal nicht klappt. Hier wird das Volumen gewechselt und jeder Festplatte wird als „disabled“ gekennzeichnet. Dadurch ändert sich der Status des RAID-Systems automatisch auf „degraded“. Anschließend wird das Gerät heruntergefahren und die betreffende Platte gegen eine größere Festplatte ausgetauscht.
Nach dem Neustart sollte das Betriebssystem oder das UGOS beginnen, das RAID wieder aufzubauen, was je nach Größe der Festplatten einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Dieser Vorgang wird nun mit allen Festplatten wiederholt, sodass es durchaus mehrere Tage dauern kann, bis das RAID vollständig vergrößert ist.

Sobald die letzte Festplatte ausgetauscht und das RAID neu aufgebaut wurde, sollte das Betriebssystem anzeigen, dass durch die größeren Festplatten eine vergrößerte Kapazität möglich ist. Diese wird ebenfalls angezeigt und kann eingetragen werden, um das Volumen entsprechend zu vergrößern. Danach sollte der verfügbare Plattenplatz entsprechend der verbauten vergrößerten Festplatten zur Verfügung stehen.
Fazit
Das ging eigentlich relativ einfach und hat gut funktioniert, wenn man mal davon absieht, dass es doch recht lange gedauert hat. Aber das RAID5 koomplett neu aufzusetzen und alle Daten aus dem Back zurückzuspielen wäre besttimmt auch nicht in kürzerer Zeit zu machen gewesen.
Und es hat sich insofern gelohnt, als die neuen Platten mit 7.200 rpm scheinbar etwas schneller sind, vor allem hier im Verbund.
ciao tuxoche
