In deisem Beitrag soll es um meine Erfahrungen mit der UGreen NAS DXP 4800+ in den 6 Monaten 😉
Das UGreen NAS DXP 4800+ ist ja bei mir als reines NAS Gerät im Betrieb, ohne die zusätzlichen Funktionen zu nutzen, im wesentlichen als Datenspeicher für Foto und Videos. Ich bin hier über eine entsprechende Recherche auf einen Eintrag bei Reddit gestoßen der sich mit Energieeinsparungfunktionen im BIOS des NAS beschäftigt.
Dazu muss man dann erst einmal drauf kommen und das geht aus dem Artikel hervor, dass mit CRTL F1 zusätzliche BIOS Einstellungen freigeschaltet werden, mit denen man dann verschiedene Energiesparoptionen setzen kann. Dies führt immerhin dazu, dass das UGreen NAS, alleine aufgrund dieser Funktion im Bereich zwischen 6 und 8 W weniger verbraucht. Aktiviert man eine entsprechende Einstellung für das herunterfahren der Festplatten, dann benötigt dass gesamte NAS mit vier Festplatten, dann im Idle Modus ein gutes Stück unter 20 W .
Als nächstes hatte ich dann das Problem, dass der 2,5 Gb Netzwerk Anschluss beim hochfahren des NAS nicht mehr konfiguriert wurde und ich damit praktisch den Zugang zum NAS fast verloren hätte. Wenn ich nicht vorher schon auch den 10 Gb Anschluss des Gerätes konfiguriert hätte dann wäre es da auch so geschehen. Mit einer SSH Anmeldung konnte ich dann zwar feststellen, dass der notwendige Treiber für die Intel V226 geladen wird. Aber aus welchen Gründen auch immer der Netzwerkadapter keine IP Adresse erhält. Dazu muss man wissen, dass ich hier im Netzwerk solche IP Adressen zwar im Regelfall per DHCP Protokoll vergebe, aber in einigen Fällen wie zum Beispiel hier bei meinem NAS per DHCP aufgrund der Mac Adresse eine feste IP Adresse vergebe.
Dieses Problem konnte ich auch nicht dadurch lösen, dass ich, anstatt das DHCP Protokoll zu fahren, dem Adapter in der Oberfläche einfach eine feste IP Adresse zu gewiesen habe. Mit ein wenig rumprobieren kam ich dann dahinter, dass beim entladen und anschließenden neu laden des entsprechenden Kernel Moduls für das NIC dieses danach eine IP Adresse aufweist. Als ersten Workarounds habe ich deshalb beim Reboot dieses entladen und Laden des Kernel Moduls mit einer 20 Sekunden Verzögerung eingestellt. Dies hat als Workaround soweit funktioniert.
Ein entsprechendes Ticket bei U Green wurde zwar schnell aufgenommen und man hat mich gebeten, die entsprechenden Log-Files hochzuladen, was ich dann auch getan habe. Aber dann hat es immerhin fünf Tage gedauert, bis man zu dem Schluss kam, dass man gerne einen Teamviewer Zugriff zu dem Gerät hätte. Dies habe ich denke ich aus nachvollziehbaren Gründen abgelehnt und habe UGreen gebeten, mir ein ISO Image des UGOS Betriebssystems zur Verfügung zu stellen.
Dies ist auch geschehen und ich habe dann das nass mit Hilfe des ISO Images neu geflashed, also praktisch wieder auf die Default-Werte zurückgesetzt. Interessanterweise wurden dabei aber andere Einstellungen zum Beispiel in meinem Home Verzeichnis, dass ja auf dem Volume liegt, aber auch das RAID5 was vorher angelegt wurde nicht angetastet.
Als letztes nach dem flashen kam ich dann in den Genuss auszuprobieren, wie man eine defekte Festplatte in dem UGreen NAS ersetzt. Das war eigentlich problemlos, nach dem das nass nach dem Booten meldete, dass das RAID in einem degraded Zustand war und eine Platte nicht mehr angesprochen werden konnte. Glücklicherweise hatte ich noch eine entsprechende vier Terabyte Platte vorrätig. Habe diese einfach getauscht musste dann diese Platte natürlich formatieren und danach hat das jubeln nass was ja letztendlich über mdam funktioniert angefangen das Gerät neu aufzubauen was dann fast die ganze Nacht gedauert hat.
Mittlerweile wird das NAS mit UGOS 1.10 betrieben und läuft zumindest für meine Zwecke reibungslos. Ich habe mittlerweile auch die Cloud-Sync App aktiviert um hiermit meine Onedrive Cloud auf das NAS zu sichern.
Was ich allerdings noch vor mir habe ist der Austausch der 4 TB Festplaten gegen solche mit 8 TB Kapazität. Und da weiß ich noch nicht, ob es der bessere Weg ist das RAID5 neu aufzusetzen oder die Platten ancheinander auszutauschen, was dann insgesamt recht lange dauern würde.
Aber das werde ich noch festlegen, aber im Moment tendiere ich dazu, die 8 TB Platten einzubauen und dann die Datensicherung zurückzuspielen.
Ansosnten gilt wie immer , wenn ihr noch Fragen habt gerne stellen 🙂
ciao tuxoche
