Geotagging von Fotos umgestellt

By | 30.April. 2013
Artikel aktualisiert am 27.08.2013

In meinem Artikel hatte ich ja schon mal was zum Geotagging geschrieben. Ausgelöst durch Kommentare vom Geotagging-Blog und die Tatsache, daß ich gerade dabei bin, meinen Workflow ein wenig zu ändern, habe ich mich mal aufgemacht in einem leeren Katalog das Geotagging nochmal auszuprobieren.

LR-Geotagging-karte

Zunächst habe ich den passenden Tracklog in Lightroom selbst in das Kartenmodul geladen. Man wählt seine Bilder aus und kann dann die Bilder mit entsprechenden GPS-Informationen taggen.

Ich bewahre übrigens die GPX-Files im gleichen Verzeichnis wie die Bilder auf. Dann sind sie auch in der Datensicherung mit enthalten.

LR-Geotagging-Geodaten

Die Geodaten werden auch korrekt in die Metadaten des Bildes übernommen, wie man auf dem nebenstehenden Screenshot erkennen kann.

Die Geodaten sind aber grau dargestellt, und das bedeutet, das sich die Geodaten nur im Lightroom Katalog befinden, und z.B. nicht in die XMP-Files übernommen werden. Mathias hat in seinem Geotagging-Blog eine Methode aufgezeigt, wie man LR doch dazu bewegt, die Geo-Informationen in die Datei und die XMP-Files zu schreiben.

Exportiere ich ein solches Foto z.B. nach JPEG, dann sind auch die Geo-Informationen enthalten.

Das gleiche Ergebnis erreicht man mit dem Plugin von Jeffrey Friedl. Beide Methoden führen dazu, daß für die Orte, Regionen, Länder pp. keine Einträge in die Stichwortliste erfolgen. Seit LR4 wird man fehlende Einträge in der Stichwortliste nicht vermissen, da man ja die Karte fast beliebig einzommen kann, und man Fotos, die in der Nähe aufgenommen wurden, mit den Markern angezeigt bekommt. In den älteren Versionen von Lightroom war diese Möglichkeit nicht vorhanden, und da war es Vorteil von Geosetter, auch Stichwörter erzeugen zu können, die in die Stichwortliste aufgenommen wurden. Damit war es möglich, über die Stichwortliste Aufnahmen, die an einem bestimmten Ort gemacht wurden zu filtern.

LR-Geotagging-Geosetter

Geosetter hat aber noch einen entscheidenden Vorteil. Wie man auf dem nebenstehen Srennshot erkennen kann, werden hier die Geodaten in weiß eingetragen. Die bedeutet, das sie auch in den XMP-Files und in dem RAW-File existieren.

Diese Verhalten von Geosetter ist übrigens unabhängig davon, ob man in Geosetter für die Geodaten Stichwörter schreiben läßt. Ich lasse übrigens Stichwörter schreiben, nennen wir es alte Gewohnheit, weil vorher die Option in Lightroom nach Orten zu filtern, nicht so toll oder nicht vorhanden waren.

Exportiert man seine Fotos z.B. nach JPEG werden in allen 3 Fällen die Geodaten korrekt geschrieben.

Allerdings besteht jetzt ein erheblicher Unterschied. Ich bin gerade dabei, meinen Workflow umzustellen (werde dazu in einem späteren Artikel berichten), und der sieht vor, das Teile der Geodaten, z.B. der Ort Teil des Filenamens werden.

Aus dem Dateinamen des nebenstehen Fotos 7D_19014.CR2 würde dann z.B. 20130310_Aachen_122223.CR2 . Ich benutze das ein Filename-Template zum Umbenennen, und jetzt kommt das wie ich finde merkwürdige. Werden die Geotags mit Lightroom selbst oder mit dem Plugin erstellt, sind sie zwar in der Datenbank vorhanden, lassen sich aber z.B. in einem solchen Template nicht benutzen, die entsprechenden Felder bleiben leer. Das halte ich übrigens für einen Bug in Lightroom, der auch in LR4.4 noch vorhanden ist. Tagge ich mit Geosetter und importiere anschließend, dann geht Lightroom hin und kopiert alle Bilder zuerst in einen temporären Ordner. Dort wird das Filename-Template angewendet und dann erst erfolgt der Import in Lightroom. Scheint etwas kompliziert, aber es funktioniert. Den temporären Ordner muss man allerdings wieder von Hand löschen.

Halten wir fest, das das Geotagging mit allen 3 Methoden funktioniert und die beiden erstgenannten sicherlich den Vorteil bieten, das Geotaggen innerhalb von Lightroom durchführen zu können. Auch der Export klappt mit den Geoinformationen. Für meinen Workflow ist jedoch die Nutzung der Geoinformationen z.B. als Teil des Filenamens wichtig, so das ich meinen Workflow wieder zurück zu Geosetter umgestellt habe, d.h. nach dem Kopieren der Bilder von der Karte werden diese zuerst per Geosetter getaggt, und dann erst in Lightroom importiert. Dann ist es sogar möglich, die oben beschriebene Umbenennung während des Importes durchzuführen.

Das ist eine Beschreibung wie ich es mache. Vielleicht reicht ja den meisten das Geotagging innerhalb von Lightroom aus, und es ist ja wirklich bequemer, wenn man nicht mehrere Tools benutzen muss. Hinterlasst doch einen Kommentar, wie ihr Geotagging durchführt oder auch, wenn man meinen Weg als zu kompliziert empfindet. Ich freue mich über Kommentare oder (sachliche) Kritik.

ciao tuxoche

[tags]GPS,Geotagging,Lightroom,Geosetter,Filename[/tags]

 

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